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MAGAZIN

FEMINA FILMPREIS

© Dagmar Trüpschuch (09.02.10)


Kunst & Kultur

Ein Filmpreis für Filmtechnikerinnen wird verliehen

Insgesamt 13 Mal wurde der Femina Filmpreis vom Verband der Filmarbeiterinnen vergeben. Der Preis wird während der diesjährigen Berlinale zum 14. Mal verliehen - aber von einem anderen Träger.



Femina Filmpreis

m letzten Jahr, kurz nach der Berlinale, löste sich der Verband der Filmarbeiterinnen auf, der seit 1996 den Femina Filmpreis an eine Frau für ihre künstlerisch-technische Arbeit im Bereich Szenenbild, Kamera, Kostüm, Musik oder Montage in einem deutschsprachigen Spielfilm verliehen hatte. Eine Gruppe von Frauen, die den Preis bis dahin organisiert und unterstützt hat, gründete den Trägerverein “Femina Filmpreis e.V.”, um das Weiterbestehen des Preises zu ermöglichen.

Die Dotierung des Preises in Höhe von 3000 Euro und die Organisationskosten werden allein durch Spenden getragen. “Wir sind all den Filmschaffenden für die Spenden sehr dankbar, die den diesjährigen Preis ermöglicht haben”, sagt Silvana Abbrescia-Rath, Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins. “Besonders freut uns, dass sich darunter viele ehemalige Jurorinnen und Preisträgerinnen befinden, was zeigt, dass die Bedeutung dieses Preises verstanden worden ist. Dass auch männliche Kollegen den Preis unterstützen, bekräftigt dies.”

In diesem Jahr entscheiden die Schauspielerin Sabine Timoteo, die Regisseurin Angelina Maccarone und die Szenenbildnerin Silke Fischer darüber, welche Frau den Preis entgegennehmen kann. Insgesamt 26 Kandidatinnen aus elf Filmen gehen ins Rennen um die Anerkennung ihrer Kolleginnen. Szenenbildnerin Silke Fischer, die im letzten Jahr den Femina Filmpreis erhielt, sagt: “Es war toll, als ich im vergangenen Jahr für die Ausstattung von Alle Anderen mit dem Femina Filmpreis ausgezeichnet wurde und die Jurorinnen in ihrer Begründung genau das ursprüngliche Ausstattungskonzept erkannt und zusammengefasst hatten. Mit der gleichen Aufmerksamkeit und Genauigkeit möchte ich die Arbeit der dieses Jahr kandidierenden Frauen anschauen.”

Doch hat im Jahre 2010, 14 Jahre nachdem der Preis ins Leben gerufen wurde, ein Filmpreis für Frauen überhaupt noch Relevanz?

“Aber ja”, sagt Angelina Maccarone, Jurorin und Gründungsmitglied vom neuen Trägerverein. “Denn solange es möglich ist, alle deutschsprachigen Filme, bei denen eine Frau als sogenannte Technikerin mitgearbeitet hat, im Rahmen der Berlinale ohne Zeitnot anschauen zu können, solange Fachblätter im Titel als neutrale Bezeichnung “Mann” führen, solange ein rückständiges Männchen das Olympiastadion mit Witzen über Frauen und Technik zu füllen vermag, halte ich einen Filmpreis für Frauen in filmtechnischen Berufen für unerlässlich.”

www.feminafilmpreis.de

Bild: Femina Filmpreis e.V.



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