|
Login
Information
Kommunikation
|
FRAUENFILMTAGE 2010© FrauenFilmTage (24.02.10)
25. Februar bis 4. März in Wien
“Unsichtbare Rebellinnen” ist das Motto der FrauenFilmTage 2010. Dabei wird der Bogen von den Friedensaktivistinnen in Afrika bis nach Österreich, von Widerstandskämpferinnen gestern bis heute gespannt.
e te mangerais” - ich würde dich essen oder vielleicht gar - ich würde dich verschlingen?! Verlust und Enttäuschung, Hoffnung, Annäherung und Freude, all dies kommt vor in der gezeigten Filmauswahl bei den diesjährigen “FrauenFilmTagen” vom 25. Februar bis 4. März 2010 in Wien.
Schwerpunkt “Unsichtbare Rebellinnen”
Die FrauenFilmTage zeigen einen anderen Blick auf die Situation der Frauen im heutigen Afrika. Unter diesem Motto spannen wir den Bogen bis nach Österreich und begeben uns auf die Spuren von Frauen im Widerstand. Unter den Werken aus Liberia, Mauretanien, Ruanda, Sansibar, Russland, Polen, USA, Deutschland und Österreich befinden sich auch dieses Jahr wieder einige Österreichpremieren international beachteter Filme.
Personale Karin Berger
Wir haben unser Konzept erweitert. Erstmalig zeigen wir eine Personale. Diese ist der österreichischen Regisseurin Karin Berger gewidmet. Seit Beginn ihres Filmschaffens in den 80er-Jahren widmet sich Karin Berger Zeitzeuginnen und stellt deren Erfahrungen und Erlebnisse in den Mittelpunkt, die sonst in Vergessenheit geraten würden. Ein Beispiel dafür ist ihr einfühlsames Porträt über die Romni Ceija Stojka. Folgende Filme zeigen wir im Rahmen der Personale:
- Küchengespräche mit Rebellinnen
Nach dem Film Podiumsdiskussion mit Karin Berger und Co-Regisseurinnen über das Filmschaffen im Kollektiv.
- O! Fortuna! und Ceija Stojka
Nach dem Film Karin Berger im Gespräch mit Isabella Reicher, Der Standard.
- Tränen statt Gewehre und Kein Ort für Slowenen
Nach dem Film Gespräch Karin Berger - privat.
Auswahl Spielfilme
- Nothing Personal (Eröffnungsfilm)
Urszula Antoniak, Niederlande/Irland 2009, Spielfilm, 85 Min, Farbe, 35mm, OmdU
Anne (Lotte Verbeek) verschenkt nach einem Bruch in ihrem Leben ihre gesamte Habe und reist nach Irland, um neu anzufangen. Auf ihrer Reise macht sie Halt auf einer kleinen Insel mit einem beschaulichen kleinen Haus. Der Besitzer, ein Witwer, gewährt ihr Essen gegen Arbeit. Anne willigt ein unter der Bedingung, dass es keine persönlichen Gespräche gibt. Sie will keine Nähe. - Urszula Antoniaks Spielfilmdebüt über Trennung, Annäherung und Verlust erhielt in Locarno den Preis für die beste Darstellerin (Lotte Verbeek), den Preis der Filmkritik FIPRESI und den Youth Jury Award. Urszula Antoniak wird zur Eröffnung im Filmcasino dabei sein.
- Frozen River
Courtney Hunt, USA 2008, Spielfilm, 97 Min, Farbe, 35mm, OmdU
Ray lebt mit ihren zwei Kindern in einem kleinen und schlecht isolierten Fertighaus in einem Ort an der Grenze des Staates New York zu Kanada. Ihr Mann ist spielsüchtig und hat sich mit dem Geld, das für den Kauf eines neuen Hauses bestimmt war, davongemacht. Als sie die Indianerin Lila kennen lernt, entdeckt sie für sich eine Einnahmequelle, den Schmuggel von illegalen EinwandererInnen über den gefrorenen Saint Lawrence Fluss. - Courtney Hunt erhielt für ihren spannenden Film 2009 zwei Oscar-Nominierungen für Melissa Leo als Ray (Beste Hauptdarstellerinnen) und für sich selbst (Bestes Drehbuch).
- La Reine des Pommes
Valerie Donzelli, Frankreich 2009, Spielfilm, 84 Min, Farbe, DVD, OmeU
Regisseurin Valérie Donzelli, die die Figur der Adèle selbst spielt, zeichnet auf humorvolle Art und Weise das Bild einer verlassenen Frau, die mit der Zurückweisung nur schwer zurecht kommt und erst durch die Eskalation wieder ins Leben - und zu sich selbst - zurückfindet.
- UmdeinLeben
Gesine Danckwart, Deutschland 2009, Spielfilm, 87 Min, Farbe, 35mm, DF
Gesine Danckwart, deren Theatertexte und Projekte weltweit gespielt werden, zeigt in ihrem Spielfilmdebüt sechs Protagonistinnen über dreißig - von der Politikerin bis zum Barmädchen - im alltäglichen Wahnsinn des einfachen Überlebens. Diese Frauen sind stark und alleine, selbstständig und eigenwillig; agieren in Innen- und Außenräumen ... rastlos, suchend, stets an der Kippe. Ein ungewöhnlicher Film mit einer unkonventionellen, avantgardistischen Machart fasziniert. - Burgschauspielerin Caroline Peters wird für ein Publikumsgespräch anwesend sein.
Auswahl Dokumentarfilme
- Pray the devil back to hell
Abigail E. Disney, Gini Reticker, Liberia 2008, Dokumentarfilm, 72 Min, Farbe, DVD, OmeU
“We want peace, no more war!” So lautet die Forderung der Frauenbewegung “Mass Action Campaign for Peace”. Unabhängig von ihrer Religion schlossen sich unzählige Frauen in Liberia zusammen, um ein Ziel zu verfolgen: den lang andauernden liberianischen Bürgerkrieg zwischen Regierung und Rebellen zu beenden. “Pray the devil back to hell” zeigt eindrucksvoll, welche Kraft im gewaltfreien Aktivismus liegt.
- Zanzibar Soccer Queens
Florence Ayisi, Sansibar 2007, Dokumentarfilm, 87 Min, Farbe, DVD, OmeU
Sie sind Hausfrauen oder Berufstätige, Schülerinnen oder Studentinnen und sind leidenschaftliche Fußballspielerinnen des Women Fighters Football Club Zanzibar/Tanzania. Mit ihrer Leidenschaft für Fußball überwinden sie Grenzen und ihre Rollenzuteilung in der traditionellen muslimischen Gemeinschaft. Der Film gibt einen intimen und einzigartigen Einblick in das Leben und die Erfahrungen dieser Frauen und Mädchen.
- Pink Taxi
Uli Gaulke, Russland/Deutschland 2009, Dokumentarfilm, 83 Min, Farbe, 35mm, OmdU
Olga Fomina führt das erste Taxiunternehmen Moskaus, das ausschließlich Frauen chauffiert und von Frauen betrieben wird. Regisseur Uli Gaulkes neuer Dokumentarfilm zeigt Frauen, die einen großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel miterlebt haben, und gibt einen direkten Einblick in das vielseitige Leben der Moskauerinnen.
- Wilde Minze
Jenny Gand, Lisa Rettl, Österreich 2009, Dokumentarfilm, 85 Min, Farbe, DigiBeta, DF
In Graz werden am 23. Dezember 1944 nach einem Urteil des Volksgerichtshofs acht Todesurteile vollstreckt. Darunter die Villacher Kommunistin und Widerstandskämpferin Maria Peskoller. Ihre Tochter, die damals knapp 16-jährige Helga, überlebt. Dazwischen liegen Gestapohaft von Mutter und Tochter und schließlich: der letzte Abschied. Lebenslang. Für immer eingebrannt in Kopf und Herz.
Gesamtes Programm auf www.frauenfilmtage.at
Foto: Zanzibar Soccer Queens
Kommentare unserer Leserinnen...* Du kannst ...:  Es gibt noch keine Leserinnenmeinung zu diesem Artikel. * Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasserinnen verantwortlich.
|