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DIE MEHRHEIT DER MENSCHHEIT - DIE SPRACHE, DAS GöTTLICHE UND DER MONOTHEISMUS© Sylvia Hartmann (02.02.05)
Gedanken und Betrachtungen über die Frau von heute
Ich bin immer wieder fasziniert, wie Frauen nach wie vor negiert werden. Wie sie sich selbst negieren. Wie sie von sich selbst als "Fachmann", "Experte", "Christ" und so weiter und so endlos fort sprechen. Intelligente, engagierte und selbstbewusste Frauen! Ich bin kein Experte, ich bin eine Expertin, oder eine Laiin (sehr gewöhnungsbedürftig, ich weiss), oder eine Arbeiterin und so endlos weiter und so fort.
a, ja ich weiss schon, wir sind in dieser Form angeblich integriert. Ach wie schön. Warum ist kein Mann in einer Fachfrau integriert, oder in einer Expertin?
Es gehört zur Selbsterfahrung und zur Selbstbestimmung einfach dazu, eine eigene Form in der Sprache zu haben!
Wir sollten doch wenigstens für unsere NachfahrInnen existent sein, sonst verschluckt uns die Geschichtsschreibung weiterhin!
Leider können wir derzeit die Sprache nicht ganz "ummodeln". Ich würde es gerne tun! Es tut mir weh, körperlich, herzmässig, bauchmässig, überall "weh", wenn Frauen von sich selbst als "Lehrer", Selbstständiger", was auch immer sprechen. Ist es so schwer, die weibliche Form zu benutzen? Nein. Es ist nur mühsam und manchmal unbequem. Aber es ist wichtig und notwendig. Lebensnotwendig! Wir westliche Frauen müssen es aussprechen! Immer wieder! Damit zumindest in der westlichen Welt ein weibliches Sprachverständnis entsteht. Die Urform ist weiblich! War es und wird es immer sein. Das Embryo ist weiblich! Es entscheidet sich erst später, ob es zum männlichen mutiert oder nicht. Wir sind die Urform, die erste, die, die immer existieren wird. Die nachkommenden Formen können mutieren, zu männlich oder was auch immer.
Das Patriarchat mit seinem Monotheismus hat uns in seine Knecht-, besser gesagt "Magdschaft" genommen. Warum beten Millionen von Frauen in aller Welt einen männlichen Gott an? Welcher Mann in unserer Welt - sprich Patriarchat - würde eine Göttin anbeten?
ie Amazone - die Mutter - die weise Alte! Die Mutter, ja, da sind rudimentäre Fragmente erhalten. Wir (die Christen/Christinnen) haben ja die Gottesmutter Maria! Aber sie ist nach christlichem Verständnis nicht göttlich. Sie ist "nur" die "menschliche" Mutter Gottes Sohns. Das ist für mich als Frau nicht nachvollziehbar. Die "Amazone", sprich junge Frau, das Gegenstück zum "jungen Mann", sprich "Jesus" wird in unserer Welt, dem Patriarchat, sexualisiert und massiv in eine bestimmte Richtung geschoben. "Schön", "sexy" und vor allem "verfügbar". Und wie sie alle stolz auf ihren Körper und ihr junges Gesicht sind. Dann kommt die Mutter. Da ist eine gewisse - sehr begrenzte - Anerkennung da. Aber auf einmal - schwups - ist die "Alte" da. "Weise" ist sie im Patriarchat nur sehr selten.
Na ja, auch der "Heilige Geist" führt ja ein Schattendasein im christlichen Glauben. Aber immerhin, er verbindet sozusagen die "Heilige Dreifaltigkeit". Gut und schön. Aber die ist sicher nicht männlich. "Er", wir loben "Ihn", wir vertrauen auf "Ihn" und so weiter und so fort. Keiner soll mir mit einem "sächlichen" Gott kommen! Den gibt es in unserem Sprachgebrauch sicher nicht! Wie kann irgendeine Frau im "freien Teil" der Welt einen Mann anbeten? Ich verstehe es nicht! Mit "frei" meine ich: Wir haben die Wahl! Wir müssen zumindest niemand anbeten. Frauen in Afghanistan haben diese Wahl nicht! Aber obwohl wir es nicht müssen, tun wir es. Freiwillig und ohne Bedenken! Das zeigt, wie unbedeutend wir uns fühlen. Jeder Mann kann das Gefühl haben, etwas "gleiches", nur ein bisschen höher, anzubeten. Wir beten das vollkommen "andere" an. Das ist pervers. Wir geben Leben weiter und beten Wesen an, die Leben zerstören! Zerstören können wir auch, wenn wir wollten. Aber die anderen Wesen können nicht weitergeben! Darum zerstören sie immer wieder. Nach dem Motto: Was ich nicht kann, ist nicht wert, gekonnt zu werden!
Mein Appell an alle Frauen: Bitte, denkt nach, warum ihr einen Mann anbetet, oder auf das Wort eines senilen alten Mannes hört. Es gab, gibt und wird noch viele anbetungswürdige Frauen geben, wenn ihr schon jemand anbeten oder bitten oder was auch immer müsst. Alle Kraft liegt in euch selbst. Vertraut darauf. Das Universum wird auf euch ein Auge haben.
Jede Menschin, die nach den Gesetzen des Lebens lebt, hat das Universum an ihrer Seite. Das ist alles, was wir brauchen.
Kommentare unserer Leserinnen...* Du kannst ...:   Die Mehrheit der Menschheit - Die Sprache, das Göttliche und der Monotheismus

Sylvia Hartmann
23.02.05 19:49
Gedanken und Betrachtungen über die Frau von heute
Ich bin immer wieder fasziniert, wie Frauen nach wie vor negiert werden. Wie sie sich selbst negieren. Wie sie von sich selbst als "Fachmann", "Experte", "Christ" und so weiter und so endlos fort sprechen. Intelligente, engagierte und selbstbewusste Frauen! Ich bin kein Experte, ich bin eine Expertin, oder eine Laiin (sehr gewöhnungsbedürftig, ich weiss), oder eine Arbeiterin und so endlos weiter und so fort. dieser Kommentar wurde automatisch erstellt, damit Forenbesucherinnen zum Artikel finden und den Zusammenhang verstehen
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 Re: Die Mehrheit der Menschheit - Die Sprache, das Göttliche und der Monotheismus

Gästin
23.02.05 19:49
Ich stimme voll und ganz zu! Es ist ganz entsetzlich, Frauen sagen zu hören, sie hätten überhaupt kein Problem damit, wenn es in einer reinen Frauenrunde heißt: "Wer hat seine...? Welcher von uns...?" (Andererseits: was erwarte ich von einer Frau, die unter ihrem Brautkleid Strapse getragen hat?)
Solange Frauen selbst die Männlichkeitsnormen auf sich anwenden, können wir jede Hoffnung auf Verbesserung aufgeben.
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