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MAGAZIN

GODEMICHé ~ ERFREUE DICH SELBST!

© Margarete Grabner (27.03.06)


Körper

Zur Geschichte des Dildos

Dildos gibt es schon seit jeher. Aus verschiedensten Materialien wurden sie hergestellt um die Frauen zu erfreuen oder sie mit einer Defloration auf die Hochzeitsnacht vorzubereiten.



Foto: MarG

as Wort Dildo leitet sich und seine Funktion aus dem lateinischen dilettare =erquicken, erlaben, ergötzen, amüsieren ab. Dildos gab es schon in allen Zeiten und Kulturen, um die Frauen zu erfreuen oder sie mit einer Defloration auf die Hochzeitsnacht vorzubereiten.

Aus Stein und Holz dienten sie schon in vorchristlicher Zeit den Frauen als wollüstige Freudenspender. Auch Früchte, andere Naturalien und Haushaltsgegenstände wie Kerzen erfüllten diesen heiligen Zweck. Manche Kulturen arbeiteten in den künstlichen Phallus ein mit einer Flüssigkeit gefülltes Rohr ein, deren Inhalt man entleeren konnte und so die Ejakulation nachahmte. Die Griechinnen amüsierten sich mit Olisbos aus Ton oder Glas, in die sie warmes Wasser oder Eselsmilch füllten. Auch aus Leder wurden diese Lustobjekte hergestellt. Mit einem Riemen bindete sich die lesbische Partnerin diesen vor den Unterleib um koitieren zu können.

Obwohl von Kirchenvertretern im Mittelalter als Sünde deklariert, verbreiteten sich die Dildos in der sinnesfreudigen Renaissance sehr stark. Die oft recht amüsanten Bezeichnungen bezeugen die weitere Verbreitung. z.B.: Consolateur (Tröster), Ladies Friend, Gummipeter, Witwentröster, Godemichè (aus dem lat., gaude mihi =bereite mir Freude). Im 17. Jahrhundert war der Dildo für die reisende Dame ein unentbehrlicher Begleiter, und sie machten so aus einer anstrengenden Reise eine lustre Kutschenfahrt.

In der Chinesischen Medizin waren Dildos sehr verbreitet und es war selbstverständlich (auch für den Mann), daß die Frau zumindest einen Dildo im Haushalt hatte. Lange wurde auch im Westen die weibliche Unruhe, vor allem Hysterie, mittels eines Dildos geheilt. Bei Hysterie ging man von einem nur bei Frauen vorkommendem Symptom aus, das nach Aristoteles mit der nicht befriedigten Gebärmutter (griech.: hystèra) zusammenhing. Er ging davon aus,  daß die Gebärmutter im Körper zu wandern beginnt und die anderen Organe «angreift». Dieser Glaube hielt sich in der Medizin bis in das 18. Jahrhundert. Aber auch später wurden noch vielen Frauen aus diesem Glauben heraus die gefährlichsten Operationen zugemutet.

Im 19. Jahrhundert wurde noch ganz offen für den Dildo als Heilbringer geworben. Zu dieser Standardbehandlung wurden die Damen zum Arzt geschickt, um sich von diesem von allen möglichen «Frauenleiden» heilen zu lassen. Anfänglich behandelte er die Damen mit der Hand, daß war denen aber dann zu unangenehm und so wurde der Dildo hinzugezogen. Der Heilungsprozess der Patientinnen zeigte sich durch Erröten, Erhitzen, Vibrieren des Körpers und durch starkes Atmen. Wenn die Männer damals schon geahnt hätten, daß sie ein Konkurrenzgefühl für diese Lustspender entwickeln würden, hätten sie sicher ihre Frauen selbst be-handelt!

Im 20. Jahrhundert wurde der Dildo wiederum pornographisch, unsittlich und antifeministisch. In den 70er Jahren setzten sich Frauen für freie Liebe und Gelüste ihrer Körper ein. Spätestens mit den 90ern wurde der Dildo wieder salonfähig und selbst für strenge Feministinnen political correct!

Seit seinem Wieder - Coming Out erfreut sich der Dildo großer Beliebtheit und beglückt viele Frauen (und Männer).

Dildos gibt es in verschiedene Materialien, Größen, Farben und Formen. Sie sind vaginal und anal einsetzbar und bringen viel Freude allein oder zu zweit. Der Dildo vibriert im Gegensatz zum Vibrator nicht. Dafür ist der weiche Dildo für starkes Stossen besonders gut geeignet. Laß Dir Zeit den oder die Richtigen für Dich zu finden. Bei der Größe ist die Dicke mehr zu beachten als die Länge. Die Länge kann man immer noch variieren, die Dicke nicht. Ausserdem sind die Längeren besser in der Hand zu halten. Falls sie in einem Harness montiert werden ist die Länge auch maßgebend.

Klassische Dicke: 34-40mm
Klassische Länge: 150-170mm

Achtung:
Frauen unterschätzen sich selbst oft mit der Größe.
Männer dagegen neigen dazu ihren Frauen zu große Dildos mitzubringen.

Dildo Wenus
Weiche Dildos

Die Silikondildos sind die von den Frauen beliebtesten unter den weichen Dildos. Silikon ist besonders hautverträglich und selbstwärmend. Sie sind durch ihre glatte Oberfläche und gewisse Festigkeit speziell «handsome». Silikondildos werden in verschiedenen Farben, Formen und Größen angeboten. Gerade nach Lust und Laune. Die welligen Formen lassen sich geschmeidig einführen. Bei Trockenheit ein Gleitmittel verwenden!

Jellydildos sind «klebriger» an der Oberfläche und weicher als Silikondildos. Manche Frau stört der Gummigeruch, wenn sie den Dildo frisch aus der Verpackung holt. Dem kann aber mit Einlegen in duftende Wässerchen oder mit einfachem Ausduftenlassen entgegen gewirkt werden. Einige Frauen mögen diesen Geruch auch besonders gern! Jelly ist meist durchscheinend und läßt die Farben schön im Licht schimmern. Besonders der rote Dildo. Empfindlichen Frauen sei geraten ein Kondom zu verwenden. Eingearbeiteten Bläschen macht das Material zwar recht spritzig, aber auch porös.

Dildo Crystal Lover
Harte Dildos


Diese Dildos überzeugen vorweg durch ihr besonders schönes Aussehen. Wie Zauberstäbe präsentieren sie sich in glasklarem Acryl. Speziell der Crystal Lover, der unscheinbar als Objekt in der Wohnung plaziert werden kann. Acryl ist bruchfest. Die Oberfläche ist glatt. Vor Gebrauch kann frau die Dildos mit Wasser erwärmen oder abkühlen. Mit harten Dildos wird anders gespielt als mit den weichen Dildos, sie stehen diesen aber von der Wirksamkeit in nichts nach. Hartplastik wird mit warmem Wasser und Seife gereinigt, kann aber sofort abgetrocknet werden. Die Acryldildos können auch in den Geschirrspüler gesteckt werden.

Eine große Auswahl an Dildos ist erhältlich bei:

MarG
Lustvolle Dinge für die Frau...
www.marg.at

Margarete Grabner · E-mail: female@marg.at · Tel/Fax: ++43/1/96 66 286


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Margarete Grabner zum Thema Harnesse



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