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MEHR FRAU?

© Sandra Wöhe (16.07.07)


Pausenbrot

Pausenbrot #16

“Warum müssen Lesben immer so männlich aussehen?” Irma schaut mich an, als sei ich vom Planeten Venus gefallen ... - Wolfsmutter.com präsentiert Sandra Wöhes 16. Kolumne über die Freundinnen Mette und Irma.



arum müssen Lesben immer so männlich aussehen?" Irma schaut mich an, als sei ich vom Planeten Venus gefallen. In dieser Geräuschkulisse aus Musik, Gläserklirren und Stimmengewirr glaubt sie wohl, sich verhört zu haben. Aber was ich in diesem Nachtklub sehe, beschämt meine Augen. "Ist es denn immer noch verpönt, liebe Irma, dass frauenliebende Frauen ihre Reize zeigen? Oder gibt eine den Kleidergeschmack an der Garderobe ab, wo er schon nach der vorletzten Party vergessen wurde?"

"Also wirklich, Mette! Du weinst doch nicht Stöckelschuhen nach, auf denen du dir die Haxen brichst? Oder engen Röcken, in denen du nicht durchatmen kannst? Über Nierenbeckenentzündungen, Rückenprobleme und verkrüppelte Füße will ich gar nicht reden", schreit Irma gegen die Musik an.

"Müssen wir unseren Sexappeal verleugnen wie Angela Merkel oder gar Madeleine Albright? Das haben wir doch nicht nötig", brülle ich im Takt des Refrains. "Kleider machen Leute. Zumindest war das so bis heute." Meine Stimmbänder vibrieren. "Liebe Irma, mit einem leckerem Ausschnitt könnte jede hier im L-Club die Hauptrolle in einem Liebesfilm spielen."

"Weißt du, Mette, die meisten Frauen, ganz gleich, mit wem sie ins Bett steigen, meiden alles, was traditionell als sexy gilt. Auch Hetis kleiden sich zweckmäßig und konservativ. Sie fühlen sich in gedeckten Farben ernster genommen und glauben, Kompetenz auszustrahlen." Irma macht einem Pärchen den Weg zur Bar frei und fährt dann fort: "Spontan fallen mir etliche Frauen ein, die sich den angeblich ,lesbischen’ Kurzhaar-Anzug-Unisex-Stil zugelegt und ihre sexuelle Präsenz aufgegeben haben. Anke Fuchs, Ursula Lehr und auch James Bonds Chefin Judi Dench. Vertreterinnen dieses Typus gibt es unendlich viele. Vor allem im beruflichen Umfeld."

Damit kann sie bei mir nicht punkten. Während Irma und ich die Disko verlassen, um nicht endgültig heiser zu werden, argumentiere ich weiter. "Schneid dir bitte diesen altmodischen feministischen Zopf ab, liebe Irma! Heutzutage zeigt das Outfit, was eine beruflich erreichen will. Und das ist nun mal nicht Sexbombe, jedenfalls nicht in der Frauenszene. Gepflegte Kleidung ist ein Symbol für Erfolg. Aber warum sollten wir uns nicht herausputzen wie Segolène Royal? Auch wenn sie doch nicht Präsidentin von Frankreich geworden ist."

"Sie wäre Staatspräsidentin, wenn sie sich nicht als Frau in Szene gesetzt hätte. Wer traut einer mit langem Haar und soviel Charme wie Make-up Macht und Selbstbestimmung zu? Niemand! Weder Mann noch Frau", sagt Irma. "Aber was hast du eigentlich gegen Frauen in Männerkleidern? Ich sage nur: Marlene!"

Der Einwand sitzt: Die Dietrich im Maßfrack war umwerfend erotisch. Und ihr war es gleich, wenn Fremde wegen eines Paars langer Hosen glaubten, sie sei ein Kerl. Irma hat Recht: Wer Frauen nur wegen der Kleidung nicht von Männern unterscheiden kann, braucht eine Brille gegen Kurzsichtigkeit im Hirn. Sich an überkommene Sichtweisen zu halten, ist echt öde. Trotzdem: Warum geizen mit den Reizen?

Zum Nachlesen: Pausenbrot #1-15

Sandra Wöhe
ZUR AUTORIN:

Sandra Wöhe
als Tochter einer Indonesierin und eines Holländers 1959 in den Niederlanden geboren, ist diplomierte Krankenschwester und ausgebildete Publizistin. In Zürich lebt sie nach freiberuflicher Tätigkeit als Journalistin und Redakteurin seit 1999 als selbstständige Autorin.

Romane:
Lass mich deine Pizza sein (Ulrike Helmer Verlag, 2003)
Giraffe im Nadelöhr (Konkursbuchverlag Claudia Gehrke, 2006)

www.sandrawoehe.ch


FOTO: Sabine M. Mairiedl



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*Mehr Frau?


Sandra Wöhe
17.07.07 11:31

Pausenbrot #16

“Warum müssen Lesben immer so männlich aussehen?” Irma schaut mich an, als sei ich vom Planeten Venus gefallen ... - Wolfsmutter.com präsentiert Sandra Wöhes 16. Kolumne über die Freundinnen Mette und Irma.

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*Re: Mehr Frau?


Gästin
17.07.07 11:51

Warum mit den Reizen geizen?


Gute Frage. Warum Perlen vor die Säue werfen? Gegenfrage. Warum soll/muss/kann Frau für alle Welt immer/wenigstens doch bitte fast immer/ja warum denn nicht? hübsch sein? Ja, ich weiss, weil sie es von Natur aus ist, jaja. Übrigens, das sind junge Burschen auch, von Natur aus hübsch, meine ich.


Hm, mit den Reizen geizen. Würden wir uns frei und offen bewegen können, würde keine Scheu haben ihrer Liebsten in aller Form und wo auch immer reizend und liebevoll zu begegnen. Solange die 'weiblichen Reize' von einem Blickwinkel defniert werden, der nur 'Hure' oder 'Heilige' kennt, ist es eine Gratwanderung, die immer schmerzvoll endet - entweder eine verliert völlig ihren Ruf, ihre Mitmenschen alle Hemmungen, und sie dadurch ihre Unversehrtheit, oder eine endet frustriert und unbefriedigt, weil sie sich niemand reizend und gereizt nähern konnte.


Solange Schön-Sein erste Bürgerpflicht ist, solange wird es Verweigerinnen geben, die den zivilien Ungehorsam üben im Nicht-Schön-Sein-Wollen. 'Sei Schön!' klingt vielen wie Drohung und Befehl gleichzeitig in den Ohren. Ich möchte genau dann schön sein, meine Reize (welche auch immer das sein mögen) einsetzen wenn ich es für richtig halte. Und wenn ich es eben gerade nicht für angebracht halte? Dann ist das so, und gut ist. Es gibt keinen Anspruch auf optimische Aufreizung durch die Mitmenschen, auch wenn viele lauthals rausposaunen: Häßliche, bleibt doch bitte zu Hause!


Überhaupt, es ist so eine Sache mit den Reizen. Es ist oft nur eine Frage der Konvention, was sexy ist und was nicht, oder doch nicht? Was am Sexy-sein so weh tun kann, ist doch die Tatsache, dass es so oft schon als Ausrede missbraucht wurde, und als Schuldzuweiser misshandelt wurde. Die Frau sah so sexy aus, wer hätte da widerstehen können? Solange diese Frage nicht abschliessend geklärt ist, ist das Geizen mit den Reizen wohl absolut überlebensnotwendig.


Übrigens, die Flora und Fauna geizt ebenfalls (und wahrscheinlich aus diesem Grund, um des Überlebens willen) sehr mit ihren Reizen. Wenn die Flora und Fauna sich aufreizend kleidet und ihre Reize verschwenderisch in die Gegend streut, dann kann Mann und Frau sicher sein, es ist soweit, es ist Paarungszeit. Ansonsten gibt es nur Tarnfarben und Warnfarben. Ich weiss, Menschen können und wollen ja immer, aber müssen sie deswegen auch? Ist vielleicht doch was dran an der alten Lüge: eine Frau, die sich so sexy anzieht, will doch quasi Verehrer anlocken? Ist die Lüge vielleicht nur, dass Mädchen schon im frühesten Kindesalter abgewöhnt wird, auf ihren Körper zu hören, so wie ihnen abgewöhnt wird auf ihr Hungerfühl zu hören, so dass sie gar nicht mehr merken, dass sie etwas ganz anderes darstellen als was sie glauben zu sein? Ist die Prüderie vielleicht nur die halbe Wahrheit, weil die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt?


Fragt sich
eine Undine


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*Re: Mehr Frau?


Gästin
17.07.07 18:14

Warum sollte ich nicht meinen “Sexappeal« in die Waagschale werfen, um d i e Frau zu verführen, die ich begehre? Solange ich selbstbestimmt und unabhängig über mein Aussehen entscheide und mich annehme wie ich bin, hat die “Politik« nichts in meinem Liebesleben zu suchen. Wenn es sich um die Frau meines Lebens handelt, werde ich niemals mit Reizen geizen. Im Gegenteil: Ich würde mich von meiner besten Seite zeigen. Selbstverständlich herausgeputzt. Was auch immer ich darunter verstehe ... ... .

Sandra


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*Re: Mehr Frau?


RoterRubin
18.07.07 10:17

Ich denke, dass Frauen grundsätzlich aussehen dürfen wie sie wollen. Ob halbnackt oder verhüllt, mit Anzug oder Abendkleid, behaart oder geschoren, mit Schminke oder ohne, dick oder dünn. Das ist Vielfalt und Geschmäcker sind schließlich auch verschieden. Und so unterschiedlich sind auch die "Reize", auf die wir Lesben reagieren. So erreichen mich beispielsweise bei einem "tiefen Dekolleté" überhaupt keine anregenden Empfindungen, wogegen mir bei einem "einfachen" Blick schon mal Schauer über den Rücken laufen können.

Was ich allerdings für bedenklich halte, sind Geschlechterrollenzuweisungen à la "die Frau sieht männlich aus", "der Mann sieht weiblich aus", "die ist ja keine richtige Frau", etc. Damit beschränken wir uns selbst und führen ein sehr konservatives Weltbild fort, das es Frauen verunmöglicht in sogenannte "Männerdomänen", wie beispielsweise Technik und Handwerk, vorzudringen. Und das ist Politik.

Und dann ist es halt auch eine Tatsache, dass die Lesbenszene im Vergleich zur Heteroszene eine sehr kleine ist. Deshalb treffen hier Frauen aus allen Schichten und mit allen Geschmäckern und Vorlieben aufeinander. Und da kann es halt schon mal vorkommen, dass die eine oder andere dem eigenen Ästhetikempfinden nicht entspricht. Aber, das Leben ist ja bunt.

lg
RoterRubin

P.S.: Spannendes Kolumnenthema!


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*Re: Mehr Frau?


Gästin
18.07.07 22:55

...ja find ich auch spannend, zumal ich hier schon mal "das Private ist politisch" gelesen hab und nicht allzu viel damit anfangen konnte; weil, freilich ist das Private dann politisch, wenn ich es als Politikum betrachte; und weiters, insofern wir alle in einem Staat leben und "polis" soviel ich weiß "der Staat" heißt, befinden wir uns alle innerhalb politischer Koordinaten, selbstverständlich; ich denke aber auch nicht mehr selbstverständlich als Menschen selbstverständlich aus Zellen bestehen - wenn ich mich auf diese Art der Betrachtungsweise zurückziehen will.
Denn auch wenn alles, was wir tun oder auch nicht tun, eine gewisse politische Wirkung nach sich zieht, so handeln wir ja dennoch nicht ständig zielgerichtet aufgrund politischer Motivation; wir handeln vielmehr aufgrund unserer wesensmäßigen Selbstverständlichkeiten, innerhalb derer wir uns sicher fühlen im Handeln.
Und da liegt der einen dieses und der anderen eben jenes näher.
Denn auch wenn unabhängig vom Einzelschicksal (politische) Betroffenheit herrscht - worüber auch immer - so ist es dennoch wiederum das Einzelschicksal, über welches sich das Verhältnis zum Staat, auch im weitesten Sinne, also das Verhältnis zu übergeordneten bestimmenden Institutionen, definiert.
Und da folge ich gerne dem "selbstbestimmt und unabhängig" sowohl im Aussehen als auch im Liebesleben

lG Erika


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*Re: Mehr Frau?


RoterRubin
20.07.07 09:43

Eine Frage muss ich mir natürlich vorab schon beantworten: "Will ich diese Gesellschaft verändern?".

Wenn nein, ist es nicht notwendig mein eigenes Handeln oder mein sogenanntes "Schicksal" zu hinterfragen und in irgendeinen Zusammenhang zu stellen und ich werde es vermutlich auch nicht tun.

Wenn ja, bleibt mir wohl nichts anderes übrig als genau das zu tun. Nämlich zu schauen, ob mein "Schicksal" allein von mir selbst abhängt oder ob es da schon auch so etwas wie ein System dahinter gibt, das gewisse Verhaltensformen und -normen begünstigt. Und zu schauen, ob es da vielleicht auch andere gibt, denen genau dasselbe immer und immer wieder passiert und mich mit ihnen zusammenzutun.

Zum Thema:
Wir wissen nicht, wie wir aussehen würden, gäbe es keine Schönheitsnormen, keinen Schlankheitsterror, keine sexuelle Gewalt, keine Prostitution, keine Lesbenfeindlichkeit, keine Religionen, etc. etc. Solange es z.B. Frauen gibt, (und ich kenne einige!), die sich ihre langen Haare abschneiden, um nicht mehr ständig von Männern sexuell belästigt zu werden, solange ist es wohl müßig, darüber zu spekulieren, wie "selbstbestimmt und unabhängig" unser Aussehen in einer patriarchalen Gesellschaft tatsächlich sein kann. Geschweige denn über das Aussehen einer anderen Frau zu urteilen.

lg
RoterRubin


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*Re: Mehr Frau?


Gästin
20.07.07 22:39

...and the wheel goes on...
LIEBE GRÜSSE ERIKA


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*Re: Mehr Frau?


Gästin
20.07.07 23:04

na sorry..."the wheel goes round"...so hat das doch geheißen


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*Re: Mehr Frau?


Gästin
21.07.07 08:05

Roter Rubin: (...) “Wir wissen nicht, wie wir aussehen würden, gäbe es keine Schönheitsnormen, keinen Schlankheitsterror, keine sexuelle Gewalt, keine Prostitution, keine Lesbenfeindlichkeit, keine Religionen, etc. etc. Solange es z.B. Frauen gibt, (und ich kenne einige!), die sich ihre langen Haare abschneiden, um nicht mehr ständig von Männern sexuell belästigt zu werden, solange ist es wohl müßig, darüber zu spekulieren, wie "selbstbestimmt und unabhängig" unser Aussehen in einer patriarchalen Gesellschaft tatsächlich sein kann. (...)

Ketzerisch: Wenn ich ein “heikles« Ziel erreichen will, setze ich mein ganzes “Gewicht« ein. Auch den “verflixten« Träger, der genau im “richtigen« Moment, wenn die Verhandlungen in einer Männergruppe heikel wird, über die Schulter rutscht.

Ich bin Befürworterin vom “sowohl als auch« und eine Gegnerin vom “entweder oder«. Sich durchzusetzen finde ich eine schöne Sache. Klischees, Modetrends, Diskriminierung usw. können mir sogar dabei helfen.

Sandra


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*Re: Mehr Frau?


RoterRubin
22.07.07 22:09

Hm, und was bedeutet das jetzt? Dass jede Diskussion sinnlos ist, weil wir uns sowieso alle im Kreis drehen? Auch nicht gerade erhebend.

lg
RoterRubin


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*Re: Mehr Frau?


RoterRubin
22.07.07 22:47

Hm, ich glaube, ich verstehe was du meinst, aber ich persönlich will nicht listig und manipulativ sein müssen, um Ziele zu erreichen. Schon gar nicht in zwischenmenschlichen Beziehungen. Abgesehen davon, entspricht nicht jede Frau dem gängigen Schönheitsideal und kann mit runterrutschenden Trägern bei Männergruppen punkten. Da gibts dann höchstens ein angewidertes "Igitt!". Und spätestens da landen wir wieder unsanft im Patriarchat.

Die eigenen "Reize einzusetzen" um etwas zu erreichen mag für manche Frauen in manchen Situationen passen. Für viele Frauen aber nicht und das muss auch respektiert werden.

lg
RoterRubin


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*Re: Mehr Frau?


Gästin
23.07.07 09:15

Es sind nicht nur die “Reize«, die wir einsetzen können. Jede Frau hat Stärken. Jede auf einem anderen Gebiet. Wenn wir auf unsere unterschiedlichen Persönlichkeiten und Positionen bauen, sind und bleiben wir handlungsfähig. Auch im Patriarchat.

Sandra


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*Re: Mehr Frau?


Kutakinte
23.07.07 11:47

oft finden die stärken einer frau aber erst durch den "verflixten träger, der über die schulter rutscht" beachtung. und ich selbst hätte nun mal nicht das gefühl, mich durchzusetzen, wenn ich trotz gleichwertiger stärken nur in verbindung mit "meinen reizen" punkten könnte. das klingt mehr nach "spiel nach unseren regeln, dann lassen wir dich auch mal gewinnen."

lg
kutakinte


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*Re: Mehr Frau?


Gästin
23.07.07 19:13

""Sie (Segolène Royal) wäre Staatspräsidentin, wenn sie sich nicht als Frau in Szene gesetzt hätte. Wer traut einer mit langem Haar und soviel Charme wie Make-up Macht und Selbstbestimmung zu? Niemand! Weder Mann noch Frau", sagt Irma."

Könnte es sein, dass Reize alleine heutzutage nicht mehr genügen?

Herzlich
Sandra

PS: Ich weiss, in meinen Postings haben sich massenhaft Fehler eingeschlichen. Bitte verzeiht: Ich übe noch.


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*Re: Mehr Frau?


Gästin
23.07.07 20:22

...na eigentlich hab ich nur uns beide gemeint, RoterRubin, weil wir schon ein besonderes Talent haben uns immer auf die gleiche Art&Weise zu antworten; und da oben war ich grad nicht fit für eine neue Runde, also hab ich dir das Rad vor die Füße geschmissen
Ich sehe das System nicht "hinter" dem Schicksal, weil wir in dieses System hineingeboren wurden und es somit Teil unseres Schicksals ist; wenn du nun sagst du möchtest das verändern dann ist das wohl wichtig und richtig, wobei die Ergebnisse menschlichen Denkens und Handelns aber immer je nach Eigenstandort "richtig oder falsch" sind.
Wenn ich also mein Leben in der Mülltonne verbringe ohne auch nur irgendwas zu wollen, noch dazu ohne vorsätzlich zu wollen daß ich nichts will, dann verändere ich die Welt ebenso schon allein durch das Bild welches ich dabei abgebe
und die altersgebückte Frau die im Gemeindehof die Rosen schneidet, die verändert die Welt auch durch das Bild, welches sie abgibt. Jedenfalls für jene, die sich von Bildern noch anmuten lassen.
Es hat jede genau die Erkenntnisse, wie es ihrer Art&Weise Erkenntnisse zu haben entspricht und derer gibt es viele, weshalb jedes Leben auch eigen-artig ist; und vielmehr als meinen eigenen Standort darzulegen wollte ich damit auch gar nicht sagen.

lG Erika


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