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VON DER DILDO-DEALERIN ZUR SEXPERTIN© Laura Meritt (11.12.07)
Drin. Laura Méritt
Sexuelle Gesundheit von Frauen, das ist ihre Mission. Die Kommunikationswissenschaftlerin, Sexarbeiterin und Betreiberin des feministisches Ein-Frau-Unternehmens “Sexclusivitäten” in Berlin im Selbstporträt.
ngefangen hat es mit einem Köfferchen voller Spielsachen, als Dildo-Dealerin wurde ich vor fast 20 Jahren in die Wohnungen der Frauen zu konspirativen Treffen eingeladen. Damals gab es nur eine kleine Auswahl an Sexspielzeugen für Frauen, die ich aus San Francisco vom weltweit ersten Frauensexshop Good Vibrations importierte. Mittlerweile hat sich auch durch meinen Aktivismus eine eigene Frauensexindustrie gegründet, gute Spielzeuge haben ihren Weg in die Öffentlichkeit gefunden.
Neben dem Verkauf war es mir als Kommunikationswissenschaftlerin immer ein Anliegen, Informationen über Sexualität zu verbreiten, theoretischer und praktischer Art. Dazu schreibe ich zahlreiche Artikel und Bücher, veranstalte Salons, Workshops, Seminare, Partys, auf denen experimentierwillige Frauen sich anregen, informieren und ausprobieren konnten. Auch das sexuelle Wissen der amerikanischen Schwestern zum Beispiel von Annie Sprinkle, Dorrie Lane, Fanny Fatale und andere habe ich importiert, die übrigens allesamt aus der Hurenbewegung stammen und eine alte Tradition als Sexlehrerinnen aufgreifen und fortführen. Diesen Freudenaktivistinnen schloss ich mich gerne an und engagierte mich für Women's Lib, die Befreiung der (weiblichen) Sexualitäten von normierenden Sexdiskursen und -korsagen, die sich auch in ganz praktischer Körperarbeit ausdrückt.
Aktuell kommt die weibliche Ejakulation groß heraus, die lange unterdrückt und verschwiegen wurde, jetzt aber durch zunehmende wissenschaftliche Studien zur G-Fläche und der Prostata ihre Daseinsberechtigung erlangt. In Workshops dazu lernen die Frauen ihre innere Quelle zum Fließen zu bringen und sich selbst in tieferen Dimensionen zu erleben, Verspannungen und negative Einschreibungen herauszulassen. "Sexualität als Heilmittel", so lautete auch das Thema der Jahrestagung des feministischen Verbandes der Heilpraktikerinnen Lachesis, zu der ich als Vortragende eingeladen wurde. Hier ging es um professionelle Kommunikation über Sex, es wurde ganz nach Art der 70er Bewusstseinsbildung gemacht und verschiedene Ansätze vorgestellt, von körperorientierter Psychotherapie bis zur Vulva-Massage, die gerne und interessiert gebucht wurden. Körperarbeit ist angesagt und so gab es im November wieder einen Tantra-Workshop, in dem wir die elementaren Bestandteile einer ganzheitlichen Sexualität Atem, Stimme, Bewegung und Bewußtsein übten. Es können aber auch Einzelstunden oder Beratungen zu verschiedenen Themen wie Vulva- oder Analmassagen, weibliche Ejakulation, Kommunikation über Sex und anderes gebucht werden.
Im Februar 2008 geht es auf eine besondere Reise zu den Tempeln der Sinne, auf der Sexualität und Spiritualität zusammen gebracht werden. Indien bietet vielfältige Möglichkeiten, auf den matriarchalen Spuren zu wandern und die Göttin in sich wieder zu entdecken. Sich selbst in Fluss zu bringen scheint in dieser schnellen und modernen Zeit ein zunehmendes Bedürfnis von Frauen zu sein, dem wir mit diesem besonderem Sexperiment nachgehen wollen. Körper, Seele, Geist werden mit vielen Energieübungen, Visualisierungen und Meditationen in Einklang gebracht. Wir wünschen uns viele Mitreisende in den Tempel der Sinne!
Laura Méritts Sexclusivitäten Fürbringerstraße 2 10961 Berlin - Kreuzberg Tel. +49 (0)30 6936666 laura.meritt@snafu.de www.sexclusivitaeten.de
Kommentare unserer Leserinnen...* Du kannst ...:   Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

Laura Meritt
21.12.07 12:50
Drin. Laura Méritt
Sexuelle Gesundheit von Frauen, das ist ihre Mission. Die Kommunikationswissenschaftlerin, Sexarbeiterin und Betreiberin des feministisches Ein-Frau-Unternehmens “Sexclusivitäten” in Berlin im Selbstporträt. dieser Kommentar wurde automatisch erstellt, damit Forenbesucherinnen zum Artikel finden und den Zusammenhang verstehen
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

saltnpepa
21.12.07 12:55
das ist ja voll abartig und was das alles mit feminismuss zu tun haben soll weiss nur die grosse goettin........
frauen lesben dazu trainieren sich dildos einzufuehren sowas von frauenfeindlich
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

Kutakinte
21.12.07 14:52
frauen lesben dazu trainieren sich dildos einzufuehren sowas von frauenfeindlich
ganz spontan drängen sich mir da ein paar fragen auf:
was ist frauenfeindlich? das dildo einführen oder die anstiftung zu selbigem?
wie kommt frau, der penetration nicht abgeneigt, politisch korrekt zum orgasmus?
und darf eine feministin so überhaupt zum orgasmus kommen?
ich persönlich kann hier ja beim besten willen nichts frauenfeindliches erkennen, außer deine reaktion auf den artikel, die war in der tat frauenfeindlich.
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

Gästin
22.12.07 18:21
und darf eine feministin so überhaupt zum orgasmus kommen?
danke Kutakinte das ist in der Tat GEIL
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

remember-magic
23.12.07 23:00
@Kutakinte... back to the roots? Aber nicht deinen.... oder etwa doch???
Erkannte und kritisierte patriarchale Strukturen und Vereinnahmungen sind frauenfeindlich? Wo ordne ich dann deine Sätze und Fragen ein?
Jeffreys hat es hier sehr gut auf den Punkt gebracht:
"Alles, womit sich durch die Kommerzialisierung von Sex Geld machen läßt, wird hier vorgeführt. Vor allem Dildos - Dildos, die wie Penisse geformt sind, mit einem Harnisch können Lesben sie umschnallen und Penetration imitieren. Dildos sind nicht dasselbe wie Vibratoren, für die ebenfalls reich geworben wird. Die Dildos sind meist Bestandteil eines sadomasochistischen Szenarios, vermutlich weil sie wie der Penis Männermacht symbolisieren und die Fähigkeit haben, Frauen zu vergewaltigen....
Zu den in diesen Magazinen angepriesenen Serviceleistungen gehören Sexspielzeug-Parties. Sie funktionieren wie Tupperparties und wie jede angebliche Innovation der lesbischen Sexindustrie haben männliche Sexfabrikanten sie eingeführt. Auf diesen Parties werden Dildos verkauft. Susan Bright, die in On Our Backs Ratgeberkolumnen schreibt, gibt solche Parties und erzählt, die Frauen beklagten sich oft darüber, die Dildos, die sie gekauft hätten, seien zu groß."
Warum ist das so? Eine Frage von mir so zwischendurch... und nun geht’s weiter im Text:
"Ihre Antwort: Gleitmittel benutzen. Eine Flut von Sexratgeberliteratur wollte mit verschiedenen Therapien von Gleitmitteln über Beratungen bis zu chirurgischen Eingriffen aus widerstrebenden oder unzulänglichen Frauen brauchbare Löcher für den Penis machen. Als lesbische Feministinnen mussten wir der Unterstellung entgegentreten, Lesben wollten eigentlich Männer sein und könnten ohne Penisimitation nichts miteinander anfangen. Es ist nicht ohne Ironie , daß die lesbische Sexindustrie es jetzt für nötig hält, Lesben von der Unfähigkeit zu kurieren, den Dildo zuzulassen, einen Penisersatz...
... Vor dem Aufkommen der lesbischen Sexindustrie waren Dildos wohl eher eine Minderheitenpraktik.... Die lesbische Sexindustrie will wie jedes andere kapitalistische Unternehmen Profit machen. Herstellung und Verkauf von Sexspielzeug ist ein wichtiger Zweig dieser Industrie. Neue Bedürfnisse, an die sie vorher nie gedacht hätten, müssen in den Frauen geweckt werden, damit sie die Ware kaufen. Mittlerweile wird für die Lesben eine neue Sexualität entworfen. Zufällig ähnelt sie exakt den Rezepten männlicher Pornographen und der Gründungsväter der Sexualwissenschaft. Bisheriger lesbischer Praxis ähnelt sie nicht und auch nicht einer Vision dessen, was möglich und revolutionär wäre.
Erstaunlich aber ist, dass es gegen den Einfall des Dildos, dieses Symbols für Männermacht und Frauenunterdrückung, in der lesbischen Kultur keinen Widerspruch gibt. Lesbische Pornographinnen und Sexunternehmerinnen erklären uns, Lesben seien benachteiligt, weil sie keinen Penis haben. Sie wiederholen und befördern die alten Mythen. Für sie sind Sex und Penis unauflöslich miteinander verknüpft, und sie sehen in dieser Verknüpfung auch nichts Lesbenfeindliches. Gegenüber Feministinnen, die die Folgen der Dildokultur bekämpfen, sind die lesbischen Sexfabrikantinnen ziemlich skrupellos. Im ersten Katalog eines britischen Sexspielzeugunternehmens war ein Dildo nach mir benannt. Er hieß "Sheila, the Spinster`s best friend", was sich auf den Titel meines ersten Buches, The Spinster and Her Enemies, bezog. ....”
Und dann das hier von Laura Meritt:
Auch das sexuelle Wissen der amerikanischen Schwestern zum Beispiel von Annie Sprinkle, Dorrie Lane, Fanny Fatale und andere habe ich importiert, die übrigens allesamt aus der Hurenbewegung stammen und eine alte Tradition als Sexlehrerinnen aufgreifen und fortführen. Diesen Freudenaktivistinnen schloss ich mich gerne an.
Was ich mich hier frage: Was hat die Hurenbewegung und deren alte Tradition als SexlehrerInnen mit uns Frauen zu tun? Freudenaktivistinnen? Wem mach(t)en sie denn Freude? Uns Frauen? Das ist der Brüller schlechthin genauso wie die weibliche Ejakulation: .. urgs lol
Aktuell kommt die weibliche Ejakulation groß heraus, die lange unterdrückt und verschwiegen wurde, jetzt aber durch zunehmende wissenschaftliche Studien zur G-Fläche und der Prostata ihre Daseinsberechtigung erlangt.
Die Wissenschaft betreffs unserer Sexualität:
«In The Spinster and Her Enemies und Anticlimax hab ich nachgewiesen, dass Sexualwissenschaftler der Sexualität immer eine politische Funktion zugeschrieben haben. Sexualwissenschaft und Sexualtherapie haben die letzten hundert Jahre nichts anderes getan als Frauen die Unterwerfung unter Männer schmackhaft zu machen, im Geschlechtsakt die «Wonnen der Unterwerfung” zu entdecken. Sexualwissenschaftler, Psychoanalytiker, Ärzte, Gynäkologen, Ratgeber, Sozialarbeiter sahen die freiwillige, private, individuelle «Lust der Frauen untrennbar verknüpft mit der Aufrechterhaltung männlicher Herrschaft und weiblicher Unterwerfung, also als sehr politisch. Die Sexualwissenschaftler zu Beginn des Jahrhunderts hielten mit ihrer politischen Botschaft am wenigsten zurück. Wilhelm Stekel z.B. bekämpfte den Feminismus ganz unverhüllt und war überzeugt, für Frauen sei lustvoller Geschlechtsverkehr das beste Mittel gegen Feminismus, Männerhaß, Altjungfertum und Lesbianismus, allesamt für ihn Bedrohung der Zivilisation...*
Ist doch auch heute nicht von der Hand zu weisen? Haben sich nicht nur die wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden geändert schlussendlich? Brauchen wir Männer oder männerorientierte Wissenschaft/Sprache um zu uns zu finden oder zu entdecken? Nicht wirklich oder?
@GästIn, dein anonymer großgeschriebener Humor ist bestimmt für alle Feministinnen unwiderstehlich...
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

Kutakinte
24.12.07 12:50
Die Dildos sind meist Bestandteil eines sadomasochistischen Szenarios, vermutlich weil sie wie der Penis Männermacht symbolisieren und die Fähigkeit haben, Frauen zu vergewaltigen....
penetration ist kein sadomasochistisches szenario und der dildo ansich besitzt überhaupt keine fähigkeiten. wenn er also frauen lust bereitet hat das absolut nichts mit männermacht und vergewaltigung zu tun.
Auf diesen Parties werden Dildos verkauft. Susan Bright, die in On Our Backs Ratgeberkolumnen schreibt, gibt solche Parties und erzählt, die Frauen beklagten sich oft darüber, die Dildos, die sie gekauft hätten, seien zu groß."
Warum ist das so? Eine Frage von mir so zwischendurch...
klingt ja, als würde sich die mehrheit der frauen beklagen, was ich mir aber nicht vorstellen kann, denn die betreiberin des ersten österreichischen frauenerotikladens in wien schreibt:
"Achtung:
Frauen unterschätzen sich selbst oft mit der Größe.
Männer dagegen neigen dazu ihren Frauen zu große Dildos mitzubringen"
Vor dem Aufkommen der lesbischen Sexindustrie waren Dildos wohl eher eine Minderheitenpraktik....
was ist das, realitätsverweigerung?
Was ich mich hier frage: Was hat die Hurenbewegung und deren alte Tradition als SexlehrerInnen mit uns Frauen zu tun? Freudenaktivistinnen? Wem mach(t)en sie denn Freude? Uns Frauen? Das ist der Brüller
nun, dass sie dir keine freude machen, glaub ich sofort, warum du aber denkst, hier für alle frauen sprechen zu können, ist mir schleierhaft. oder hast du dich mal persönlich bei den frauen, die workshops und sexparties besuchen, erkundigt? hm, vermutlich nicht, denn wünsche und meinungen von frauen, die mit sexparties und dildos lust verbinden, werden ja konsequent ignoriert.
@GästIn, dein anonymer großgeschriebener Humor ist bestimmt für alle Feministinnen unwiderstehlich...
genau, sex und humor gehen ja gar nicht zamm, böse gästin aber auch.
aja, weils grad so gut passt und weils ja sein kann, dass einige den tollen artikel von Margarete Grabner über dildos noch nicht gelesen haben – hier ist der link.
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

remember-magic
24.12.07 13:38
@Kutakinte
penetration ist kein sadomasochistisches szenario und der dildo ansich besitzt überhaupt keine fähigkeiten. wenn er also frauen lust bereitet hat das absolut nichts mit männermacht und vergewaltigung zu tun
Wenn du für dich persönlich das so siehst, ist das ok. Ich halte Jeffreys Logik jedenfalls für sehr schlüssig.
nun, dass sie dir keine freude machen, glaub ich sofort, warum du aber denkst, hier für alle frauen sprechen zu können, ist mir schleierhaft. oder hast du dich mal persönlich bei den frauen, die workshops und sexparties besuchen, erkundigt? hm, vermutlich nicht, denn wünsche und meinungen von frauen, die mit sexparties und dildos lust verbinden, werden ja konsequent ignoriert.
Also zunächst mal gehts hier nicht um mich, sondern wir diskutieren hier über den Artikel und dann hast du da wohl auch was falsch verstanden. Mir ging es darum, dass in der Hurenbewegung es wohl von jeher darum geht, den Männern Freude zu bereiten und alles darauf abzielt und nicht darum, dass Frauen sich finden. Was sollten wir Lesben/Frauen also von ihnen lernen außer männerorientiertes?
genau, sex und humor gehen ja gar nicht zamm, böse gästin aber auch.
Ich seh das schon so, dass Sex und Humor zusammenpassen. Nur Sex und herabsetzender *Humor* passt für mich nicht zusammen, vorallem wenn es von einem männlichen? Anonymus entsprechend hämisch kommentiert wird.
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

frozenstar
24.12.07 22:20
Hallo meine Lieben,
also daß ich ein Mann sein soll das verbitte ich mir entschieden
wenn ich nun einen Namen habe dann bin ich weniger anonym (?) ich nix vastehn
nein liebe remember, hab grad meine 8 (!) Wörter nochmal genauestens untersucht und kann beim besten Willen nix Hämisches oder Herabsetzendes drin finden...also, aus irgendeinem Grund ist das bei dir so angekommen, aber ausgesendet hab ich das nicht in der Absicht...tut leid...
das war nicht GEGEN dich geschrieben sondern FÜR die Frage, wie denn Frauen "politisch korrekt"
zum Orgasmus kommen...sorry aba ich finds noch immer lustig
ich geb ja gerne zu, daß in der ewigen Pubertät ich mich befinde, weil ich es einfach geniiiiiiiiieeeeeeeeeße
übrigens KENN ich eine Frau mit vaginalen Ejakulationen und dagegen können die Männer einpacken -
im Sinne des Wortes
und weiter in diesem Sinne wünsch ich euch noch einen genüßlichen, be-friedigenden Weihnachtsabend
mit oder ohne Dildos, Weihnachtsfrauen, Kernfamilien und/oder Christkindeln und übersteht alles gut...
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

Kutakinte
25.12.07 13:58
Also zunächst mal gehts hier nicht um mich, sondern wir diskutieren hier über den Artikel
wenn es hier nicht um dich ginge bzw. deine persönliche meinung, würden wir von sexueller freiheit sprechen und nicht von männermacht und frauenunterdrückung, davon steht nämlich definitiv nichts in diesem artikel.
was mich ja immer wieder erstaunt ist, mit welcher selbstverständlichkeit die persönlichen erfahrungen von frauen ignoriert werden, nur um an einer theorie unbeirrt festhalten zu können. und was mich mittlerweile schon grantig macht ist, dass diese theorien dann auch noch als "allgemein gültig" verkauft werden.
Was sollten wir Lesben/Frauen also von ihnen lernen außer männerorientiertes?
ich denke, du solltest aufhören, in der "wir-form" zu argumentieren.
Nur Sex und herabsetzender *Humor* passt für mich nicht zusammen
was war daran bitte herabsetzend?
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

saltnpepa
25.12.07 20:32
ok wir haben hier befuerworterinnen wie therapeutinnen und frauen die der konventionellen, heterosexistischen vorstellungen, was attraktive und sexy ist festlegen....
vielleicht sollten wir ueber sexualitaet in ihrer ganzheit nachdenken und die definition von "mangel" die immer frauen als unzugaenglich bezeichnen, in frage stellen
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

Rosenkind
25.12.07 22:02
Ich finde es ist jederfraus eigene Sache was sie macht. Ich persönlich denke dass Sexualität vieles verträgt. Allerdings muss man nicht immer den Mund aufmachen um der Welt mitzuteilen was noch toll oder cool sein soll.
Rosenkind
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

Kutakinte
26.12.07 12:02
ich denke nicht, dass laura méritt & co irgendwas festlegen. workshops, seminare und parties sind ja lediglich angebote und keine pflichtveranstaltungen. genauso wie es beim dildo nicht darum geht, penetration als einzig mögliche praktik darzustellen.
worum es geht ist, dass frau wissen sollte, was ihr lust bereitet, dass sie die möglichkeit haben sollte, es herauszufinden und es dabei völlig egal ist, ob sie nun penetration, klitorale stimulation, alles zusammen oder nichts von alledem erregend findet. was richtig und falsch ist entscheidet frau für sich selber und nur für sich selber.
das problem ist halt, dass frauen oft immer noch glauben, auch für andere entscheiden zu können, was richtig und falsch zu sein hat.
aja, bevor du irgendwelche theorien über sexualität in ihrer ganzheit aufstellst, frag dich doch mal, wieso du selbst die vielfalt, die sexuelle freiheit mit sich bringt, als "voll abartig" bezeichnest?
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

Kutakinte
26.12.07 12:07
es ist auch jederfraus eigene sache, sich mitzuteilen.
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

saltnpepa
31.12.07 00:56
was du als sexuelle freiheit bezeichnest (dildos usw) hat fuer mich mit freiheit(frauen befreien) ueberhaupt nichts zu tun
"sexualwissenschaftler halten zb penetration von grundlegender bedeutung fuer die aufrechterhaltung maennlicher vorherrschaft"
fuer mich als lesbische feministin ist die vorstellung einfach bizarr frauen mit einem dildo zu penetrieren
fuer mich ist auch das private politisch
aber wie du schon schriebst jede das ihre
feministische gruesse
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 Re: Von der Dildo-Dealerin zur Sexpertin

Kutakinte
31.12.07 12:15
was du als sexuelle freiheit bezeichnest (dildos usw) hat fuer mich mit freiheit(frauen befreien) ueberhaupt nichts zu tun
ja, das hast du bereits mit deiner "abartigen" reaktion auf den artikel klar gemacht.
Im grunde ist es ganz einfach, wenn einer frau penetration lust bereitet, liegt es in ihrer macht, sich diese lust zu verschaffen, dazu brauchts keinen mann und damit endet auch die männermacht. die männliche vorherrschaft wird da wohl eher von der unfähigkeit, penetration nicht vom mann trennen zu können, aufrechterhalten.
"sexualwissenschaftler halten zb penetration von grundlegender bedeutung fuer die aufrechterhaltung maennlicher vorherrschaft"
da hab ich wiedermal zwei fragen:
waren das wissenschaftler oder wissenschaftlerinnen?
ähm, du gehst aber nicht wirklich davon aus, dass es im matriarchat keine penetration gibt, oder etwa doch?
feministische grüße
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