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MAGAZIN

FEMINIS-MUS-IK - LAUTE[R] FRAUEN

© AEP (02.09.08)


Musik

AEP-Informationen Nr. 3/2008 erschienen

Warum es Dirigentinnen in der Musikszene schwer haben, was Anna Netrebko beinahe von den Salzburger Festspielen vertrieben hätte und allerlei weitere feministische “Spitzfindigkeiten” zum Thema Musik erfahren wir in der Neuausgabe der AEP-Informationen.



AEP-Informationen Nr. 3/2008

usik bewegt - sie erfreut, erschüttert, inspiriert und ermutigt. Als Ausdrucksform für Emotionen, Gedanken, Wünsche und Träume nimmt sie einen besonderen Stellenwert in unserem Leben ein, und eine Welt ohne sie ist wohl kaum vorstellbar. Gerade das Geschäft mit der Musik war jedoch lange Zeit eine unantastbare Männerdomäne, welche nur selten durchbrochen werden konnte. Auch heute noch wird das Musikgeschäft, welches - wohl zurecht als eines der härtesten gilt, von Männern dominiert. Dies gilt unter anderem auch für den Bereich der Klassischen Musik; seien Sie ehrlich: wie viele Komponistinnen oder Dirigentinnen kennen Sie? (An dieser Stelle möchten wir den Satz der feministischen Historikerin Gerda Lerner in Erinnerung rufen: "Verschweigen ist die stärkste Waffe des Patriarchats!") Über Dirigentinnen in der Kulturberichterstattung oder zum Frauenbild in der abendländischen Musikgeschichte erfahren Sie viel Neues und Interessantes, wie auch darüber, dass das "Sprechen über Musik" schon Platzanweisungen für das "Weibliche" enthält. Ein Beitrag widmet sich Anna Magdalena Bach, ihrem Leben als Musikerin im Schatten ihres berühmten Gatten, ein weiteres den Frauen in der Oper, seien es die Sängerinnen oder die Rollen, die sie verkörpern.

Musik kann leise und gefällig sein, doch manches Mal wird sie laut und rebellisch. Gerade hier treffen wir starke Frauen an, wie der Untertitel der vorliegenden Ausgabe "Laute(r) Frauen" verrät. Diese versuchen ihren eigenen Weg in einer von Männern dominierten Musikwelt zu gestalten, ja ihn sich zu erkämpfen. Ein gutes Beispiel hierfür wäre die feministische Subkultur der 1990er Jahre, die "Riot-Grrrl"-Bewegung oder ein von US-amerikanischen Feministinnen lanciertes Projekt, welches die Produktion von Musik für und von Frauen ermöglichen sollte. "Olivia Records". Hierzu und zu den mittlerweile legendären Ladyfesten wird einiges zu erfahren sein! (Aus dem Editorial)

AEP-Informationen Heft 3/2008

INHALT

  • Marina Unterberger
    Das Leben der Frau Bachin
  • Monika Fink
    Mulier taceat in musica? Zum Frauenbild in der abendländischen Musikgeschichte
  • Elena Ostleitner
    “Karriere mit Takt und Stöckchen”. Dirigentinnen in der Kulturberichterstattung
  • Elisabeth Grabner-Niel
    Das Sprechen über Musik - eine vielschichtige Platzzuweisung für “das Weibliche”
  • Annemarie Rettenwander
    Frauen in der Oper
  • Simone Wörer
    “We are the Revolution!” Rebellion und Widerstand aus dem Untergrund - die "Riot Grrrl"- Bewegung
  • Elke Zobl
    “The Future of Feminism”? Ladyfeste als Plattformen feministisch-queerer Interventionen
  • Simone Wörer
    Olivia Records - Mehr als nur Musik!
  • Marina Unterberger
    Die Gitarre und das Meer ... Über das Musikerinnendasein in Innsbruck
  • Kornelia Hauser
    Der Fall “Autoritarismus” - im “Fall F. in Amstetten”
  • Anna Rösch-Wehinger
    AUS für das Frauengetriebe in Vorarlberg
  • Irene Tischler
    Die MANIFESTAtionen der Zeit. Positionen zeitgenössischer Künstlerinnen
  • Claudia Tischler
    ARANEA spinnt sich durch Tirol
  • Buchbesprechungen, Termine und Hinweise

AEP-INFORMATIONEN

Die AEP-Informationen werden seit 1974, seit dem Bestehen des Vereins Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft, herausgegeben und erscheinen vierteljährlich in Innsbruck. Die Zeitschrift gehört zu den ersten der autonomen Frauenbewegung in Österreich. Die AEP-Informationen sind zu einem wichtigen Organ feministischer Öffentlichkeit geworden, in dem neben Kommentaren und Kurzmeldungen zur aktuellen Politik, Portraits historischer Frauenfiguren, Präsentationen von Künstlerinnen, Aufsätze zu thematischen Schwerpunkten veröffentlicht werden. Überdies werden aktuelle Bücher rezensiert und die Neuerwerbungen der Öffentlichen Frauenbibliothek AEP in den AEP-Informationen vorgestellt und Termine von Veranstaltungen, Ausstellungen usw. angekündigt.

AEP-Informationen - Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft
Einzelheft: € 4,50 + Versand
Jahresabo: € 18,- Inland / € 21,- Ausland
Schnupperabo: € 15,- Inland / € 18,00 Ausland

Bestellungen:
AEP-Frauenbibliothek · Müllerstrasse 26 · A-6020 Innsbruck · Tel & Fax +43 (0)512 583698 · aep.frauenbibliothek@aon.at · www.aep.at

ZUM NACHLESEN:
Prekarität und Demokratie - AEP-Informationen Nr. 1/2008
“Ihr Worte, auf, mir nach!” - AEP-Informationen Nr. 3/2005



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