
Petra Unger
Tel: +43/0/664 421 64 44
Email: unger.petra@aon.at
Frauen/Kunst/Geschichte
Rundgänge/Vorträge/Lesungen/Bücher
Petra Unger arbeitet als Kulturvermittlerin, Akademische Referentin für feministische Bildung und Politik und Expertin für Gender Studies und Feministische Forschung, M.A.
Als Autorin hat sie 2006 ihr Buch zur Geschichte von Frauen in Wien unter dem Titel "Wiener Frauenspaziergänge - Wo sich Frauen in Wien am besten finden" und "Mut zur Freiheit - Faszinierende Frauen, bewegte Leben" im Metro Verlag, Wien und veröffentlicht.
Als Co-Autorin hat sie u.a. an den Publikationen "Going Gender and Diversity", Iris Appiano – Kugler, Traude Kogoj (Hg.innen), Facultas Verlag, Wien, 2008 und "Performance, Politik, Gender - Materialienband zum internationalen Künstlerinnenfestival "her position in transition", Wien, 2007 mitgewirkt.
Als Forschende hat sie online die Literaturstudie "Frauen.Kunst.Migration" publiziert.
Ihr Wissen und ihre Erkenntnisse vermittelt sie in Rundgängen durch Wien, mit Vorträgen, Lesungen und Workshops.
Rundgänge in Wien
Frauenspuren
Frauen und Männer haben die Menschheitsgeschichte geprägt. Mindestens die Hälfte der sichtbaren Geschichte wurde von Frauen durch ihre Arbeit, ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihre Kreativität geschrieben.
Aber kaum etwas erinnert an sie.
Kaum Informationen über Frauen in den Geschichtsbüchern, selten Erinnerungen an Frauen im Stadtbild, wenige Gedenktafeln und noch weniger Denkmäler. Die Gebäude, in denen Frauen gelebt und gewirkt haben, stehen noch. Der Blick muss geschärft, die Sichtweise verändert werden, um die historischen Leistungen von Frauen sichtbar zu machen. Frauen haben Geschichte nicht erlitten, sondern gestaltet - mit oder gegen die zugeschriebenen Rollen der Gesellschaft, aufmüpfig oder angepasst.
Rundgänge zu Frauenspuren in Wien gibt es für folgende Bezirke
Innere Stadt 1.Bezirk
Landstraße 3.Bezirk
Mariahilf 6.Bezirk
Neubau 7.Bezirk
Josefstadt 8.Bezirk
Penzing 14.Bezirk
Rudolfsheim - Fünfhaus 15.Bezirk
demnächst in Brigittenau 20.Bezirk
im Frühjahr 2010 in der Leopoldstadt 2.Bezirk
...und zu folgenden Themen:
Prostitution - das älteste Gewerbe!?

Ein umstrittenes Gewerbe. Ein gefährliches Gewerbe.
Frauen haben sich über Jahrhunderte aus verschiedenen Gründen prostituiert. Die Formen der Prostitution sind vielfältig. Die Gründe dafür ebenso. Jede Epoche ist anders mit den Sexarbeiterinnen umgegangen - manchmal toleranter, manchmal mit den Mitteln brutaler Verfolgung und Ausgrenzung. Selten werden dabei die Kunden in den Blick genommen.
Der Rundgang auf den Spuren der Geschichte der Prostitution in Wien widmet sich mit feministischem Blick umfassend diesem schwierigen Thema.
Verschwundene, vertriebene, ermordete Frauen Wiens

2008 war erneut ein Gedenkjahr in Österreich. Zum 70.Mal jährte sich der Anschluss an Hitler Deutschland 1938. Mit diesem Datum öffnete sich die dunkelste Seite der österreichischen Geschichte. Auch jene der österreichischen Frauengeschichte. Auch hier war die Hälfte der Täterinnen und mehr als die Hälfte der Opfer weiblich.
Zeit einen kritischen Blick auf diese Seite der Stadtgeschichte zu werfen.
Zeit, sich der "doppelt unsichtbar Gemachten" zu erinnern.
Zeit einen kritischen Blick auf die Täterinnen und Mittäterinnen, auf Widerstandskämpferinnen und Opfer zu werfen.Orte bekommen eine neue, andere Bedeutung. Eine andere Form der Erinnerung wird mit diesen Rundgängen durch den ersten oder sechsten Bezirk möglich.
Rundgänge im Museum
Kunsthistorisches Museum Wien
Kunst hat kein Geschlecht - Oder doch?
Die Erkenntnisse der feministischen Geschichts- und Kunstgeschichtsforschung der letzten Jahrzehnte ergeben, dass Frauen zu allen Zeiten, in allen Epochen Kunst/Geschichte geschrieben und gestaltet haben. Gleichzeitig zeigen die Bildinhalte klassischer Kunst wie stereotype Darstellungen von Frauen und Männern an der Verfestigung der Geschlechterrollen mitgewirkt haben. Diese Bilder anders betrachtet und neu interpretiert, eröffnen jedoch neue Perspektiven und unerwartete Bezüge zur heutigen Realität.
Ein Blickwechsel, der sich lohnt!
Rundgang im Kunsthistorischen Museum
Frauenraub und Madonnenbilder. Selbstbewusste Frauen und geopferte Schönheiten.
Die Realitäten der Frauen in der klassischen Kunst. Oder was wäre Kunst ohne Frauen? Frauen sind in der klassischen Kunst allgegenwärtig. Die Rollen, die sie in ihrer Zeit eingenommen haben, sind ebenfalls sichtbar - mit dem richtigen Blick auf die Gemälde.
Das Kunsthistorische Museum einmal anders.
Technisches Museum Wien
Auch Technik hat ein Geschlecht: Frauen erforschen Technik, erfinden Technik, arbeiten mit Technik und gehen mit Technik um. In der Vergangenheit ebenso wie in der Gegenwart. Ihre bedeutende Rolle in den jeweiligen Bereichen wird unterschätzt, verschwiegen oder ausgeblendet. Häufig auch überblendet von altbekannten Geschlechtermythen, die Frauen technische Begabung und Kompetenz absprechen.
Rundgang im Technischen Museum

Obwohl auch im Technischen Museum Wien kaum explizit auf Frauen und ihre Rolle in der Welt der Technik hingewiesen wird, kann ihre Geschichte an den Objekten festgemacht und erzählt werden. Es braucht auch hier nur einen anderen Blick, eine neue Form der Interpretation, einen anderen Umgang mit den Objekten.
Vorträge (eine Auswahl)
"Müssen Frauen nackt sein..."

...um ins Metropolitan Museum zu kommen? Diese Frage stellt die aktionistische Frauengruppe der Guerilla Girls in der kritischen Auseinandersetzung mit Frauen im Kunst- und Kulturbetrieb. Anhand der Bilder kritischer, feministischer Künstlerinnen wird der kreativen Auseinandersetzung von Frauen mit ihrem eigenen Körper nachgegangen. Was bedeutet es mit dem weiblichen Körper selbst bestimmt, selbst bewusst und ohne Sexismen umzugehen? Die Zweite Frauenbewegung hat politische Antworten auf diese Frage gefunden und sie in konkrete Forderungen übersetzt.
Ein spannender Vortrag über Kunst, Körper und Politiken
Gender im Blick

Frauenfiguren für Allegorien, Männerfiguren für historische Vorbilder.
98% der Denkmäler für Männer, 2% für Frauen. Frauenkörper nackt und dem Voyeurismus der Betrachter/innen preisgegeben, Männer muskelbepackt und heldenhaft. Männlichen Künstlern werden mehr Ausstellungen gewidmet, Künstlerinnen müssen darum kämpfen. …und was hat das alles mit unserem Frausein/ Mannsein zu tun?
Ein Vortrag über Konstruktionen von Weiblichkeit und Männlichkeit in Museen, Ausstellungen und im öffentlichen Raum
Die Repräsentation des Weiblichen

Wie haben Klimt, Schiele, Kokoschka die Frauen gesehen und wie waren sie wirklich? Warum war das vielgelobte Fin de Siècle eine der frauenfeindlichsten Epochen der österreichischen Geschichte? Und wie haben die Frauen dieser Epoche darauf reagiert?
Frauengeschichte, Frauenkunstgeschichte und Frauenbewegungsgeschichte.
"Totgesagte leben länger!"

Kaum eine soziale Bewegung wurde so oft tot gesagt und in ihren Leistungen so unterbewertet, abgewertet oder geleugnet wie jene der Frauenbewegung. In kaum einem Lehrbuch werden die beiden Frauenbewegungen der österreichischen Geschichte erwähnt. Wie die Frauenbewegungen entstanden sind, welche Forderungen Frauen gestellt haben, was erreicht wurde und was die heutige, neue/ alte Frauenbewegung ausmacht.
Ein Vortag über eine der erfolgreichsten sozialen Bewegungen der Geschichte.
Szenische Lesungen

Auf den Schultern von Riesinnen
Viele Frauen vor uns haben für ein selbstbestimmtes Leben gekämpft, aufmüpfig oder in der Anpassung. Sie haben unterschiedliche Strategien entwickelt und Möglichkeiten entdeckt. Sie waren Vorreiterinnen und Pionierinnen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Ihre Geschichte, ihre Leistungen, ihre Errungenschaften, aber auch ihre Zweifel, Ängste, ihr Scheitern wird mit szenischen Lesungen erzählt und präsentiert. Von anderen Frauen zu hören, betrifft, ermutigt, bestärkt, amüsiert...
Von der Art zu erzählen
Die Texte der Szenischen Lesungen werden in Ich - Form vorgetragen, in der Rolle der historischen Frau und in historischem Kostüm. Mit Blick auf ihre Widerständigkeit. Entgegen traditionell-männlicher Zuschreibungen.
In jedem Fall anders als sonst erzählt.
Szenische Lesungen gibt es zu:
Helene von Druskowitz Philosophin
Lina Loos Schauspielerin
Eugenie Schwarzwald Reformpädagogin
Ida Pfeiffer Weltreisende
Marie Curie Physikerin, Nobelpreisträgerin
Detailierte Angebote zu Rundgängen, Vorträgen und Szenischen Lesungen telefonisch oder per Email anfordern.
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