Hallo an alle! Ich bin die Neue ... Schleiche schon eine Weile hier herum, aber zu diesem Beitrag will ich nun auch was schreiben und habe mich angemeldet. Diese Gedanken habe ich nämlich auch schon eine ganze Weile. Das Problem liegt m. E. darin, dass die "traditionelle" Frauenbewegung sich aus Gleichstellungsfeministinnen zusammensetzt. Würden wir anerkennen, dass Männer und Frauen eben nicht gleich sind, wären wir schon einen guten Schritt weiter. Die neueste Fachliteratur besagt ja auch, dass Frauen keineswegs an eine "gläserne Decke" stoßen, sondern ab einem bestimmten Level einfach aus der Karriere aussteigen, weil es ihnen anders nicht möglich wäre, ihr soziales Netzwerk aufrecht zu erhalten. Bei Karrieremännern übernimmt diese Aufgabe ja die Ehefrau. Ich so froh über diese neue Mütterbewegung und finde es so schade, dass es momentan noch so aussieht, dass frau sich für die eine oder andere Richtung entscheiden muss. Wir müssen diese beiden Bewegungen zusammenbringen! Noch immer ist Alice Schwarzer in der Öffentlichkeit die einzige offizielle Stimme der Frauenbewegung und sie ignoriert die Mütterbewegung leider. Aber mir scheint, dass sie das so langsam zu spüren bekommt und das ist gut. Sie war immer jemand, der neue Strömungen integrieren konnte. Möge es ihr auch diesmal gelingen! Die jungen Frauen von heute haben ja gar keine Ahnung, was sie ihr zu verdanken haben!!!
Woher kommt denn dieses Gefühl, dass "da draußen" die Welt stattfindet und wir Frauen mit den Kindern davon ausgeschlossen sind? Das sind patriarchale Denkstrukturen par excellence! Alles wird getrennt von einander gesehen. Hier die "Action", dort das zahnende Baby ... Hier die Seele, dort der Körper. Unfug. Diese patriarchale Denkstruktur zeigt sich auch darin, dass Frauen meist ihre eigenen Mütter schlecht machen. Wir falsch sie damit gelegen haben, bemerken sie erst, wenn die eigenen Töchter sich selbst so negativ äußern. Keine Frau will mütterlich sein, weil Mutter sein nicht sexy ist! Und Männer wollen keine Muttis, sondern Vamps, die sich gegenseitig den Platz in der Warteschlange streitig machen. Da liegt noch viel Arbeit vor uns, unserem Denken neue Vorzeichen zu geben und uns von patriarchalem Denken zu befreien.