KALENDER

Chronik für den 14. Juni

1900
Das sächsische Ministerium beschließt, vom 1. Juli an weibliche Vertrauenspersonen für die staatliche Gewerbeaufsicht anzustellen.

1904
Die deutsche Kaiserin Auguste Viktoria empfängt eine Abordnung des in Berlin tagenden internationalen Frauenkongresses in Privataudienz.

1907
Das Storting, das norwegische Parlament in Kristiania (Oslo), verabschiedet mit 96 gegen 25 Stimmen einen Gesetzentwurf, nach dem Frauen auf Reichsebene dasselbe Wahlrecht wie auf Kommunalebene erhalten. Danach dürfen alle Frauen wählen, wenn sie oder ihre Ehemänner Steuern zahlen.

1909
In Berlin wird eine statistische Erhebung veröffentlicht, nach der sich im Deutschen Reich im laufenden Sommersemester 1432 Frauen an Universitäten und Hochschulen eingeschrieben haben. 699 Frauen studieren Philosophie, Fremdsprachen und Geschichte, 371 Medizin, 245 Naturwissenschaften, 44 Zahnmedizin und 42 Rechts- und Staatswissenschaften.

1923
Die Reform des Ehescheidungsgesetzes passiert das britische Unterhaus mit 231 gegen 26 Stimmen. Für beide Eheleute genügt als Scheidungsgrund nunmehr Ehebruch. Bisher mußte die Ehefrau zudem Misshandlungen nachweisen.

1928
Tod der englischen Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst (1858-1928) in London.

1942
Zwei Tage nach ihrem 13. Geburtstag beginnt Anne Frank mit ihren Tagebuchaufzeichnungen, die das Leben der jüdischen Familie bis zu ihrer Verschleppung ins Konzentrationslager Bergen-Belsen 1944 schildern.

1975
Mit einem Sieg über die Tschechoslowakin Martina Navratilova entscheidet im Einzel die US-amerikanische Profi-Tennisspielerin Chris Evert die French Open in Paris für sich.

1978
Nach Angaben des griechischen Kultusministeriums werden die rund zweieinhalbtausend Jahre alten Karyatiden (stützende Frauenfiguren, deren  Ursprung in einem Tanz liegt, den Jungfrauen der peloponnesischen Stadt Karyai alljährlich für die Göttin Artemis aufführten) von der Athener Akropolis entfernt und in ein Museum überführt.

1981
Durch Volksabstimmung wird in der Schweiz ein Zusatzartikel in der Bundesverfassung über die gleichen Rechte von Mann und Frau mit überwältigender Mehrheit angenommen.

1989
Der mit 25 000 DM dotierte Heinrich-Böll-Preis wird der Schriftstellerin Brigitte Kronauer zuerkannt.

1991
In der Schweiz findet ein Generalstreik der Frauen unter dem Motto "Wenn frau will, steht alles still!" für die Umsetzung des vor zehn Jahren in Kraft getretenen Gesetzes über die Gleichstellung von Mann und Frau statt. Zehntausende von Frauen im ganzen Land beteiligen sich zumindest symbolisch am Streik.

1996
Mariah Carey gibt in der Frankfurter Festhalle vor 12.000 Fans ihr einziges Konzert in Deutschland.

2002
Berlin: Die Regisseurin Caroline Link und ihre Familiensaga Nirgendwo in Afrika sind die großen Sieger bei der Vergabe des 52. Deutschen Filmpreises. Das Drama einer in den 30er Jahren nach Kenia emigrierte deutsch-jüdische Familie wird mit fünf goldenen Lolas ausgezeichnet, darunter ist der mit 500 000 Euro dotierte Preis für den besten Film und die goldene Lola mit 10 000 Euro für die beste Regie.

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