KALENDER

Chronik für den 2. Juni

1935
Die Münchnerin Gisela Mauermayer verbessert in Ulm den Weltrekord im Diskuswerfen von 43,79 m auf 44,34 m.

1946
In Italien wird das Frauenwahlrecht eingeführt.

1959
Das Hauptquartier der US-Einheiten in Berlin (West) ordnet an, daß weibliche Angehörige der US-Garnison künftig in der Öffentlichkeit keine Blue Jeans, Shorts oder enganliegenden Badeanzüge mehr tragen dürfen.

1975
Frankreich: Mehr als 100 Prostituierte besetzen eine Kirche in Lyon, um um gegen Repressionen seitens der Polizei zu protestieren. Der 2. Juni wird von den Hurenorganisationen zum "Internationalen Hurentag" arklärt. Heute engagieren sich die Huren u. a. für eine rechtliche Gleichstellung ihrer Sexarbeit, damit sie beispielsweise gegenüber nichtzahlungswilligen Freiern den Lohn einklagen und sich selbst kranken- und sozialversichern können.

1989
In Österreich tritt ein Gesetz in Kraft, das Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe stellt.

2002
Bern: In der Schweiz spricht sich bei einer Volksabstimmung eine überwältigende Mehrheit der StimmbürgerInnen für die Fristenregelung beim Schwangerschaftsabbruch aus. Bei der Abstimmung, an der sich 40,5% der stimmberechtigten Bevölkerung beteiligen, votieren 72% für die Einführung der Fristenlösung. Nur die katholischen Kantone Wallis und Appenzell Innerrhoden stimmen gegen die Vorlage. Die Fristenregelung sieht bei einem Schwangerschaftsabbruch Straffreiheit in den ersten zwölf Wochen vor, wenn eine Frau eine Notlage geltend machen kann und sich ärztlich beraten lässt. Die bisher geltende Regelung von 1942 erlaubte einen Abbruch nur, wenn die Schwangerschaft Gesundheit oder Wohlergehen der Mutter gefährdete. Die Schweiz ist eines der letzten Länder Europas, das die Fristenregelung einführt.

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