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Kultur / Musik
Our Bright Future
Tracy Chapman
Ihren künstlerischen Durchbruch feierte Tracy Chapman vor exakt 20 Jahren auf dem Konzert zum 70. Geburtstag Nelson Mandelas in London. Nun legt die Songwriterin, die soziale Fragestellungen auf einzigartige Weise mit persönlichen Gefühlen verknüpft, ihr achtes Studioalbum vor: »Our Bright Future«. Aufgenommen mit Produzent Larry Klein in Los Angeles, präsentiert es elf brandneue Songs aus der Feder Tracy Chapmans, die im Studio von hochkarätigen MusikerInnen unterstützt wurde.
Tracks:
1. Play Sing for you / 2. Play I did it all / 3. Play Save us all / 4. Play Out bright future / 5. Play For a dream / 6. Play Thinking of you / 7. Play A theory / 8. Play Conditional / 9. Play Something to see / 10. Play The first person on earth / 11. Play Spring
erschienen 11/2008 bei Atlantic Records
Vertrieb: Warner Music Group Germany
42:18 Minuten
ab € 16,95 CD
Genre: Folk Pop
Santa Rebeldia
Célia Mara
Santa Rebeldia: die Heilige der Widerständigen und Furchtlosen!
Célia Mara trat in Clubs, Konzertsälen und Festivals zwischen London, Wien und Moskau auf, sie präsentierte ihre Songs auf Polit-Open-Airs, im Karneval in Brasilien und sogar in der Wiener Staatsoper, beim Jazzfest Wien. Und jetzt kommt »Santa Rebeldia«, Célia Mara's viertes Album. Die Künstlerin hat sich an den wilden Blüten rund um ihre Heimatstadt Pedra Azul berauscht, in der Plastikkultur der industriellen Welt geforscht, ausführlich über Emanzipationsbewegungen reflektiert, alles zeitgemäß verpackt... das Resultat: Santa Rebeldia - 10 starke Tracks, voller Überraschungen, voller Geschichten.
Santa Rebeldia ist Bastardistas logische Weiterentwicklung, frischer brasilianischer Bastardsound, eine interkontinentale Reise, ironisch, sinnlich, rebellisch und frech. Respektlos surft Célia Mara zwischen verschiedenen Stilen, schöpft aus dem immensen Reservoir der Latino-Welt, verbindet Retro-Brasilien, Tango bis hin zur Nova MPB, mischt traditionelle Afro-Grooves mit Funk und Reggae, würzt das Ganze mit Ingredienzen aus Balkanfolklore, Glamour-Rock bis HipHop, verbindet schließlich alles gekonnt in einem Wiener Elektronik-Konzept. Inhaltlich schließt es an die Identitätsdiskussion an, die schon bei »Bastardista« zentral war, es geht um Themen wie Kultur, Migration, Liebe, Gewalt…
erschienen 07/2008 bei Globalista
Vertrieb: Hoanzl (A) / Indigo (D)
40:00 Minuten
ab € 17,99 CD
Genre: Weltmusik
Zu Recht gebogen
ANA & ANDA
Die 19 gesungenen Kommentare zu den 30 Artikeln der Menschenrechtserklärung bringen mit schmerzhafter Treffsicherheit Themen der heutigen Zeit zur Sprache und zeigen auf, dass Menschenrechte nicht verhandelbar sind. Die Kompositionen für Klavier, Gesang, Schlagzeug, vietnamesisches Holzschlagzeug und Perkussion lassen aufhorchen. Mit zeitgenössischen Vertonungen und unmissverständlichen Texten fordern ANA & ANDA zum Zuhören und zur Auseinandersetzung auf: »Die Menschenrechte fallen nicht vom Himmel. Sie bleiben uns nur erhalten, wenn wir uns immer wieder bewusst für sie einsetzen.«
Als besondere Zugabe findet sich im Booklet der CD die Menschenrechtserklärung im kompletten Wortlaut. So können Zuhörerinnen genau nachvollziehen, worauf die Kommentare im Einzelnen Bezug nehmen - und sich eigene Gedanken dazu machen. Das ist es, was sich ANA & ANDA vor allem wünschen: Viel Nachdenken anzuregen - das möglichst auch zum Handeln führen soll. Und so spenden die Beiden konsequenterweise pro verkaufter CD einen Euro an amnesty international für ein Frauenprojekt.
gewidmet Olympe de Gouges (1748-1793)
Song In My Soul
Kick La Luna
Sie blicken auf 16 Jahre Bandgeschichte zurück und veröffentlichen bereits die siebte CD: die deutsche Allfemale-Band Kick La Luna. Mit der grandiosen brasilianischen Gitarristin Zélia Fonseca, die seit etwas über einem Jahr dabei ist und der Mitwirkung der ebenfalls brasilianischen Ausnahme-Schlagzeugerin Angela Frontera, sowie Geovany da Silva am Cavaquinho haben sich Kick La Luna, die ihren Musikstil selbst als »Ethnofunk« bezeichnen, zu einer authentischen Multikultiband entwickelt.
Und die Songs von »Song In My Soul« entführen einmal mehr in die weite Welt. Zwar prangern die Kicks die Auswirkungen der Globalisierung an und tauchen ein in die Gesänge von UreinwohnerInnen, aber schwermütig kann die Hörerin dabei gar nicht werden, dazu haben die MacherInnen zuviel positive Energie in die Musik gepackt. Ungeheuer vielfältig wird die Musik auch durch die vier starken Frauenstimmen, die sich gerade in den mehrstimmigen Parts ergänzen und auch durch verschiedene Leadparts für Abwechslung sorgen. (Melodiva)
Obituary for a lost Mind
Marilies Jagsch
Ein lang erwartetes Debutalbum: die in Wien lebende Oberösterreicherin Marilies Jagsch, die sich schon durch eine Reihe von viel beachteten Liveauftritten (u.a. gemeinsam mit Juli Zeh im Rabenhof) in der ersten Reihe der hiesigen SongwriterInnen eingefunden hat, mit »Obituary For A Lost Mind«.
12 Songs voll Dunkelheit, immer aber mit Licht am Horizont. Eine eindringliche Stimme, zeitlos wie Melanie (Safka), heutig wie PJ Harvey - und eine zurückhaltend anmutende Instrumentierung, die doch immer wieder für Überraschungen gut ist und in symphonische Ebenen abhebt. Acoustic als vorgebliche Stilrichtung, die jedoch die elektrische Gitarre nicht minder schätzt und entsprechend ansteckend erklingen lässt.
»I´ve had enough of my feelings/You can have some of them!«, bricht es in »Solitude« hervor. Nehmen wir ihr Angebot an.
erschienen 02/2008 bei Asinella Records
Vertrieb: Hoanzl (A) / Broken Silence (D
41:27 Minuten
€ 14,90 CD
Genre: Folk
Shine
Sarah Bettens
Sarah Bettens ist auch hierzulande längst keine Unbekannte mehr. Mit ihrer früheren Band K’S Choice landete die in Belgien als Star gefeierte Sängerin zwischen 1992 und 2003 einige Hits und konnte 2006 mit ihrem Solodebüt »Scream« nahtlos an die alten Banderfolge anknüpfen. Tourneen bis nach Südafrika, Japan und die USA machten die Musik der Songwriterin weit über die Grenzen Belgiens hinaus bekannt.
Ihr zweites Album heißt »Shine« und wurde produziert von Brad Wood. Sarah Bettens hat hier ihren inneren Frieden gefunden und sich mit Titeln wie »The Soldier Song« und »Daddy’s Gun« zum ersten Mal auch politischen Themen zugewandt. Das Video zum letztgenannten Song rotiert in den USA auf MTV, und auch sonst kann sich Bettens über mangelnde Aufmerksamkeit nicht beschweren. Als Beilage der belgischen Tageszeitung DeMorgen waren 180.000 Kopien von »Shine« im Nu ausverkauft.
erschienen 11/2007 bei Naďve
Vertrieb: Indigo
45:09 Minuten
ab € 14,90 CD
Genre: Rock
True Compass
Tret Fure
»Poignant, Passionate, Powerful...Tret Fure has done it again. Her uncanny ability to weave the stories of her life with those of her audience has never been stronger than in her latest release, »True Compass«. This is an emotional rush from joy to tears and back again, missing nothing in between through songs of love, both lost and found, songs of fear, hope, strength, and family. This is Fure in the truest form.«
Tracks:
1. Look What Love Has Given Me / 2. True Compass / 3. Summer To Me / 4. Six Beers / 5. The Storm / 6. Small Town / 7. 32 Years / 8. Try / 9. My Love for You / 10. Nothing Can Harm Our Love / 11. Leap of Faith / 12. Sail Away
The Awakening
Melissa Etheridge
»This album is my story, my journey, and my hope is that it will ring universally.«
Mit sehr persönlichen Worten richtet sich Melissa Etheridge im Booklet ihrer neunten Studio-CD »The Awakening« an ihre Fans, um uns näher zu bringen, was dieses Album für sie bedeutet, welche Geschichte es hat und wohin sie ihre Reise bis heute geführt hat. »The Awakening« ist das erste Studioalbum seit ihrem Sieg über den Krebs und Melissa gibt in 16 bewegenden Songs einen ganz persönlichen Einblick in ihr Leben. Sie erzählt von ihrem Aufstieg zum Rockstar, ihrer Arbeit als Menschenrechtsaktivistin, der Verantwortung als Mutter, dem Kampf gegen den Krebs und über den Oscar, den sie 2007 für »I Need To Wake Up« (Titelsong der Al Gore-Dokumentation "An Inconvenient Truth - Eine Unbequeme Wahrheit") gewann. (Universal Music)
erschienen 10/2007 bei Island Records
Vertrieb: Universal Music
59:00 Minuten
ab € 17,99 CD
Genre: Rock
Canon
Ani DiFranco
Ani DiFrancos erstes Best Of Album wirft einen ausführlichen Blick auf ihre bisherige Karriere. DiFranco gilt als eine der einflußreichsten und inspirierendsten Künstlerinnen ihrer Generation. In ihrer 17-jährigen Karriere überzeugte sie bereits als Sängerin, Songwriterin, Gitarristin oder Produzentin. Ihr kraftvolles Temperament wird durch ihre Songs, in denen sich sich kritisch zu politischen und sexuellen Themen äußert, deutlich. Die Doppel-CD enthält Songs aus ihren Alben von 1990 bis 2006 und fünf neu eingespielte Tracks.
Tracks:
CD 1: 1. Fire Door / 2. God's Country / 3. You Had Time / 4. Buildings and Bridges / 5. Coming Up / 6. Cradle & All / 7. Shy / 8. 32 Flavors / 9. Dilate / 10. Distracted / 11. Gravel / 12. Untouchable Face / 13. Joyful Girl / 14. Little Plastic Castle / 15. Fuel / 16. As Is / 17. Napoleon [New Version] / 8. Shameless [New Version]
CD 2: 1. Hello Birmingham / 2. This Box Contains / 3. Grey / 4. Prison Prism / 5. Marrow / 6. Here for Now / 7. Subdivision / 8. Rain Check / 9. Swim / 10. Paradigm / 11. Manhole / 12. Studying Stones / 13. Hypnotized / 14. 78% H2O / 15. Millennium Theater / 16. Your Next Bold Move [New Version] / 17. Both Hands [New Version] / 18. Overlap [New Version]
The Best of Carolina Brauckmann
Carolina Brauckmann
Carolina Brauckmann, Liedermacherin und Grande Dame des Lesbischen Chansons, feiert ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum und produziert als Jubiläumsausgabe ein Doppelalbum mit 32 Songs. Eine ganze Lesbengeneration ist mit den frechen Song-Klassikern "Tchibo-Affäre" und "Queen der Scene" herangereift. Kaum ein Thema entging ihrem satirisch- pointiertem Zugriff: Von der Romanze über Gendertrouble bis hin zum lesbischen Roadsong - alles da im Repertoire! Das aktuelle Doppelalbum würdigt die wichtigsten Stationen und greift in neuen Songs brandaktuelle Trends auf.
Titel: Kleinanzeigen, Johanna Gay-Town, Queen der Scene, Verwandtschaft, Disco-Mission, Tchibo-Affäre, Lesbenbücher, Lesbenehe, An einem Tag im November, Déjà vu, Darling, Die Geschlechterforscherin, Schwein gehabt, Butch und Femme, Django, Lesben wie Du und Sie, Liebeslied, Lesbi allein zu Haus, Paare, Dekaden, Romanze, Hommage, Ufo, Sie schenkten mir Steine, Guten Abend, gute Nacht, Schöner kommen, Little Drag King, Unter Dach und Fach, Herz-OP, Ihr seid das Beste, Diversity, Mit fünfzig.
erschienen 10/2007 bei Eigenlabel
Vertrieb: Tikala Womyns Music & Art e.V.
115 Minuten
€ 25,00 Doppel-CD
Genre: Chanson
The Front Of Luxury
Rhythm King And Her Friends
Pauline Boudry und Linda Wölfel sind Rhythm King And Her Friends. Das queere Duo lebt und arbeitet in Berlin und ist bekannt für seinen persönlichen Stil, Popmelodien mit gesampelten Beats zu mixen und in unterschiedlichen Sprachen wie Englisch, Französisch und Bulgarisch zu singen. Sie benutzen verschiedene Synthesizer, Sampler, Gitarre, Bass und Xylophon sowie seit neuestem auch echte Drums, um ihrem urbanen Kommentar zu Subkultur, Arbeit und Liebe einen speziellen musikalischen Ausdruck zu verleihen. Ihr erstes Album »I am Disco« veröffentlichten sie 2004 bei Kitty-Yo, gefolgt von einigen EPs und Remixes und Konzerten in ganz Europa. »The front of luxury« ist der Titel ihres neuen Albums. Die Stücke vereinen tanzbare Elektronik mit experimentellen und Beatanklängen - Songwriting wurde diesmal großgeschrieben, und das erklärt auch die Vergleiche zu Bands wie »Stereolab« oder »Luscious Jackson«. RKAHFs Musik hat sich in eine harmonische Mischung aus Elektronik und Gitarreneinsatz entwickelt.
Was bedeutet der Titel? »We are the front of luxury« - Luxus ist woanders. Du kannst ihn nicht im Laden kaufen. RKAHF zitieren einen Slogan der italienischen ArbeiterInnenbewegung der 70er Jahre. Der Luxus, von dem damals die Rede war, meint die Möglichkeit, das eigene Leben selbst zu gestalten. Es ist die Vision von einem Ort, wo es möglich ist, neue Wege des Zusammenarbeitens, -lebens und -liebens zu schaffen. Desire is working like a factory!
Kala
M.I.A.
M.I.A. alias Maya Arulpragasam ist eine außergewöhnliche Künstlerin aus Sri Lanka - nun London. Ihr zweites Album »Kala« ist ein fesselndes Werk mit frischem Sound und bietet eine gehaltvolle Mischung aus unbekümmertem Street Style und tief greifendem politischem Inhalt. Der Großteil entsteht während einer vermeintlichen Auszeit und auf Reisen. Einmal in Indien angekommen, nimmt sie lokale Perkussionisten auf, schreibt Songs wie »Birdflu« und verkriecht sich in Studios, in denen normalerweise Bollywood-Soundtracks entstehen. Andere Songs entstehen in Trinidad, Jamaica, Australien, Japan und in den USA.
»Arular« ist ein Dancehall-Rocker, mit dem sie weltweit Fans und KritikerInnen überzeugte. »Kala« tritt in die Fußstapfen des Vorgängers, ist aber ein ganz anderes Monster. Es ist der Beat der Straße; mit StraßenmusikantInnen, allen möglichen Motorengeräuschen und regionalen Einflüssen. Es zeigt M.I.A. nicht nur als Ausnahmekünstlerin sondern auch als Co-Produzentin auf Augenhöhe mit Switch und Diplo. Zahlreiche Gastkünstler kommen dabei zu Wort: Der nigerianische Rapper African Boy, die Aborigines-Band The Wilcannia Mob und Timbaland.
A Light Over There
Lorraine Jordan
Lorraine Jordan zählt seit Jahren zu den gefragtesten Singer-Songwriterinnen der keltischen Folkszene. Ihr Stil-Mix aus irischen, schottischen und britischen »Roots», ihre traumhafte ausdrucksstarke Stimme, begleitet von Gitarre und Bouzouki, machen jedes Konzert zu einem einzigartigen Erlebnis. Für ihre bisher veröffentlichten drei CDs und ihre Tourneen durch Europa, den USA und Australien erhielt sie beste Kritiken. In den letzten Jahren tourte sie erfolgreich mit dem Frauen-Projekt »Planet Woman« rund um die Welt. Vor allem seit ihrem Auftritt beim Lesbenfrühlingstreffen in Leipzig 2006 erfreut sie sich auch in Deutschland einer wachsenden Frauen-/Lesben-Fangemeinde.
Auf ihrem beeindruckenden vierten Album »A Light Over There« verbindet sie ihre irischen Wurzeln, ihre Liebe zu traditionellen Balladen mit Einflüssen zeitgenössischer Musik und macht daraus berauschende, nachdenklich stimmende und melancholische Songs, getragen von ihrer warmen Stimme.
erschienen 07/2007 bei Hazellville Music
Vertrieb: www.lorrainejordan.net
48:00 Minuten
€ 17,90 CD
Genre: Folk
Don’t Lonely Me
Heidi Mortenson
Nach »Wired Stuff« (2006) ist »Don’t Lonely Me« Heidi Mortensons zweites Album auf ihrem eigenen Label Wired Records, bestehend aus 10 neuen Songs und einem Ben Adorable - Remix von 'I Just Know'.
In Bezug auf Klang und Bild scheint es Mortensons Bestimmung zu sein, Extreme zu vereinen und Gegensätze auszubalancieren. Die Spanne des Albums reicht von tanzbaren elektronischen Beats über intelligenten R&B und neue Sound-Experimente. Heidis Stücke schweben auf einer Bossanova-Rhythmusbox, sind tanzbar und reich instrumentiert sowie textlich anspruchsvoll. So singt sie beispielsweise über den Zweifel an sowohl homosexueller als auch heterosexueller Ehe.
We All Love Ella: Celebrating The First Lady Of Song
Verschiedene Künstlerinnen
Swing ist wieder in, das beweisen einige der größten Stars aus Jazz, Soul und Pop mit hinreißenden Coverversionen von Ella-Fitzgerald-Songs. Am 25. April 2007 wäre Ella Fitzgerald, die beliebteste US-amerikanische Jazz-Sängerin aller Zeiten, 90 Jahre alt geworden. Zum Jubiläum veröffentlichte Verve ein spektakuläres All-Star-Tribute an die unvergessene 'Lady Ella'. Unter der Regie von Produzent Phil Ramone interpretieren Diana Krall, Dee Dee Bridgewater, Chaka Khan, Natalie Cole, Queen Latifah, Dianne Reeves, Linda Ronstadt, K.D. Lang und viele andere die beliebtesten Ella-Songs. Die GratulantInnen bringen dabei ihren persönlichen Stil ein und lassen sich vom mitreißenden Swing der Sängerin inspirieren.
»Persönlich traf ich Ella das erste Mal, als ich ungefähr 6 Jahre alt war. Weil 'A-Tisket, A-Tasket' der erste Jazzsong war, den ich je lernte, wollte ich ihn genau wie sie singen können. Mit dem Ergebnis, dass ich mit 7 klang wie eine 40jährige Lady. Sie ist der größte Einfluss meines Lebens geblieben.« Natalie Cole
Malamarismo
Mala Rodríguez
La Mala Rodríguez, »Die böse Rodríguez«, gehört neben Arianna Puello und Shuga Wuga zu den erfolgreichsten Rapperinnen Spaniens. Mit ihrem Debütalbum »Lujo ibérico« (2000), das sich allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda an die 50.000 Mal verkaufte, hat sie viel Aufmerksamkeit erregt, indem sie provokative Lyrics und Rap Beats mit ihrem Flamenco-Gesangs-Stil vereinte. Ihr zweites Album »Alevosía« (2003) war ein Hit in Spanien und wurde mit zahlreichen Konzerten auch in Lateinamerika und den USA präsentiert. Mala Rodríguez drittes Album »Malamarismo« ist geprägt von sozialkritischen Texten. Sie singt von Heroin, Straßengangs, Sex ohne Liebe und Gewalt an Frauen - Dinge, die den Alltag in den Wohnblocks der spanischen Hauptstadt dominieren. Ihre Texte sind dabei oft weniger erzählerisch als vielmehr bildhaft und poetisch, sie jongliert mit Reimen, ihre Sprache ist gleichzeitig Slang und sophisticated.
María »La Mala» Rodríguez wurde 1979 in Jerez de la Frontera geboren, zog mit ihren Eltern nach Madrid und entwickelte dort ihren Mix aus Hiphop, Flamenco, Dancehall und Streetfunk.
Beauty & Crime
Suzanne Vega
Die US-amerikanische Singer-Songwriterin Suzanne Vega aus New York wurde über Nacht berühmt mit ihrem zweiten Album »Solitude Standing«, das die Welthits »Tom's Diner« und »Luka« enthielt. Ihre Karriere war zunächst steinig, fing auf kleinen Bühnen mit meist miesen Sounds an. Auch ihre sozialkritischen und introspektiven Texte taugten eigentlich nicht für eine Laufbahn im Rampenlicht der Stars und Sternchen. Dennoch vermochte sie, den Sound und die Stimmung der frühen 90er Jahre zu prägen und wiederzugeben. Ihre nachfolgenden Alben wie zum Beispiel »99.9°F« oder »Songs In Red & Gray« waren wunderbare Konzeptalben, konnten aber den Erfolg von »Solitude Standing« nicht wiederholen.
Nach sechs Jahren Pause veröffentlicht Suzanne Vega nun mit »Beauty & Crime« ihr erstes Album auf dem Label Blue Note. Ihre Heimatstadt New York benutzt Vega quasi als Matrize, um ihren elf Songs Leben einzuhauchen: Kurzgeschichten über eine Stadt, die irgendwie verrückt ist, die Widersprüche herausfordert, aber auch zu Liebeserklärungen einlädt. Dabei verschmelzen private Erkenntnisse mit zeitgeschichtlichen Erlebnissen. Bei den Sounds bleiben die leitenden Elemente wie immer ihre akustische Gitarre und ihre unvenrwechselbare Stimme, hier aber des öfteren verwoben mit intelligenten Beats.
Mémoire du Monde
Sally Nyolo
Als ehemaliges Mitglied der Frauen-Formation Zap Mama hat sich Sally Nyolo einen erstklassigen Ruf als charismatische Live-Performerin auf den Bühnen dieser Welt erspielt und seit Beginn ihrer Solo-Karriere als Sängerin, Komponistin und Produzentin im Jahre 1996 weltweit hunderttausende Platten verkauft. Mit ihrem neuesten Album »Mémoire du Monde« verbindet Sally Nyolo auf zauberhafte Weise musikalische Welten, die durch ihren kosmopolitischen Lebensstil ihrer Wahlheimat Paris genauso wie durch die traditionellen Musikstile aus dem Süden Kameruns geprägt sind, wo Sally Nyolo bis zu ihrem 13. Lebensjahr aufwuchs.
Die Aufnahmen fanden in Frankreich und in Kamerun statt, in Paris spielte sie mit ihrer Band die neuen Songs ein, in Kamerun arbeitete sie mit MusikerInnen aus der Lékié-Region zusammen, die schon auf ihrem letzten Album »Studio Cameroon« mitgewirkt hatten. Einige Lieder sind entsprechend in der Landessprache Eton, andere in Französisch gesungen. Auf dem Album erklingen pure Bikutsi-Rhythmen aus Kamerun genauso wie beschwingte Blues- und Reggaesounds. Mit dabei waren bei den Studioaufnahmen auch ihre Ex-Kollegin bei Zap Mama, Sylvie Nawasadio sowie die Musiker der Bokué-Pygmäen aus Kamerun.
erschienen 06/2007 bei skycap records
Vertrieb: Rough Trade Distribution
52:13 Minuten
ab € 15,00 CD
Genre: Weltmusik
Paris<>Berlin
Stereo Total
Nach »Oh Ah«, »Monokini«, »Juke-Box-Alarm«, »My Melody«, »Musique Automatique«, »Do The Bambi«, »Discothèque« und »Party Anticonformiste - The Bungalow Years« erscheint Stereo Totals neue Platte: »Paris<>Berlin«. Ein Rock'n'Roll- und Chanson-Album, das zugleich dynamischer, härter und romantischer als Stereo Totals frühere Produktionen ist. Auf dem CD-Cover werden Françoise Cactus und Brezel Göring als nacktes Liebespaar dargestellt. Die Aufnahmen klingen natürlich und rauh. Auf überflüssige Soundeffekte wurde verzichtet, dadurch wurden Nähe und Wärme erzeugt. Die Songs sind großteils sehr melodiös, die Themen der Lyrics: Liebe, Rebellion und Nostalgie.
Stereo Total, die seit sechs Jahren fast ununterbrochen um die ganze Welt touren, haben die Erfahrungen dieser Konzerte genutzt: minimalistische Elektro-Chansons zwischen Punkrock, Rock'n'Roll, Disco und New Wave, eingespielt mit Gitarre, Schlagzeug und Sampler. Vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen. Statt sich von einem Plattenmajor in ein Image drängen zu lassen, kehren Stereo Total einmal mehr zurück zu ihren Wurzeln: Lo-Fi, 4-Spurrekordern, Gitarre / Schlagzeug / monophonem-Synthesizer-Minimalismus, »Scheiß drauf«-Humor, Subversion und der Françoise Cactus'schen Spezialform des Feminismus. Stereo Total Songs, das ist Popmusik, die jede/r in allen Ländern der Welt sofort versteht. Stilistische und linguistische Grenzen existieren nicht mehr.
Run Free
The Slags
Für Frauen mit Bildungslücke: THE SLAGS - das war eine der ersten richtigen Schlampenrockbands in Deutschland, in einer Zeit, in der Musikerinnen noch rar waren. Die Zeiten haben sich mittlerweile geändert. Dank der Riotgirls haben inzwischen viele Mädels zu Gitarre, Schlagzeug und Bass gegriffen und ihre Bands gegründet, doch THE SLAGS sind ein Original geblieben, ziemlich eigen und kontrovers, mit dem Talent sich bewusst zwischen alle Stühle zu setzen. Denn sie wollten sich nie vor irgendeinen Karren spannen lassen, weder für Riotgirl politisch korrekt sein, noch für Sony Music Klavier spielen. THE SLAGS zogen ab in den Untergrund, wo sie es sich noch ein paar Jährchen mit Subway Records gemütlich machten. Als dann 1996 der psychedelische Tanz-Boom in Frankfurt einschlug, trennten sich die Wege und zahlreiche musikalische Folgeprojekte entstanden (Nova Drive, Lava 303, Scylla...).
Das Resultat: 11 Songs, typisch THE SLAGS, aber auch frisch, gereift und ziemlich lässig, psychedelischer Soulpunk: mal wild, mal melancholisch, mal dramatisch...! Verfeinert mit Einsatz von Vibratoren (sowieso), Walfischgitarren, Psychospace und Bratsche. Wie ordentlich gelagerter Wein, der endlich-endlich-endlich aus dem Keller geholt und in Kopf und Bauch und Beine geleert werden darf.
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68 CDs
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