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Kultur / Musik / Soul
Don’t Lonely Me
Heidi Mortenson
Nach »Wired Stuff« (2006) ist »Don’t Lonely Me« Heidi Mortensons zweites Album auf ihrem eigenen Label Wired Records, bestehend aus 10 neuen Songs und einem Ben Adorable - Remix von 'I Just Know'.
In Bezug auf Klang und Bild scheint es Mortensons Bestimmung zu sein, Extreme zu vereinen und Gegensätze auszubalancieren. Die Spanne des Albums reicht von tanzbaren elektronischen Beats über intelligenten R&B und neue Sound-Experimente. Heidis Stücke schweben auf einer Bossanova-Rhythmusbox, sind tanzbar und reich instrumentiert sowie textlich anspruchsvoll. So singt sie beispielsweise über den Zweifel an sowohl homosexueller als auch heterosexueller Ehe.
Chimurenga Soul
Netsayi
Zwei Jahre lang schrieb Netsayi Chigwendere in Großbritannien, Südafrika und Simbabwe an ihren neuen Liedern, die nun auf »Chimurenga Soul« zu hören sind. Chimurenga bedeutet Befreiungskampf auf shona (eine in Simbabwe und Mosambik verbreitete Sprache) und kämpferisch sind die Liedtexte von Netsayi, die im Kontrast zu ihrer betörenden Stimme stehen und Geschichten erzählen, die in der Realität wurzeln und ob aller Traurigkeit immer viel Hoffnung im Herzen tragen. Soul bezieht sich auf ihre afrikanischen Wurzeln.
Auf englisch und shona singend, bewegt sich das musikalische Schaffen von Netsayi auf ihrem Debütalbum in einem weit gefassten Spektrum aus Pop, Jazz, Soul und Folk. Dabei verwebt sie diese musikalischen Genres so spielerisch und mit einem Selbstverständnis, als wenn der Begriff »Genre« nur in der Sprache, nicht aber in der Musik existiert.
Expressionzz
Jocelyn B. Smith
Die Schönheit der Welt liegt im Reichtum ihrer Facetten! Dieses Credo, der häufig als »Gesamtkunstwerk« betitelten afroamerikanischen Ausnahmeerscheinung Jocelyn B. Smith, wird in ihrer Produktion Expressionzz erfahrbar. Es ist die expressive Authentizität von Jocelyn B. Smiths, die diesem Projekt seinen Namen gibt.
Ihr elftes Album Expressionzz reflektiert die Impressionen einer Musikerin, deren Schaffen und Herkunft sowohl musikalische, als auch kulturelle Grenzen überschreitet. Um Facettenreichtum geht es in Expressionzz. Nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich. Die Texte der zum größten Teil von ihr selbst geschriebenen und komponierten Songs entspringen der Auseinandersetzung mit der Betrachtung der Welt anhand der Bibel. Musikalisch erlebt man Expressionzz als Crossover-Werk. Es enthält feinfühlig zusammengeführte Elemente aus Poetic- Jazz, Soul, Gospel, Funk und Klassik. Gespickt mit Eindrücken orientalischer und afrikanischer Begegnungen lädt die Musik auf eine Reise ein, die Raum lässt, eigenen Erfahrungen und Vorstellungen eine Gestalt zu zeichnen.
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